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In betrügerischen Immobilienhandel verwickelt

DORSTEN/ESSEN Glaubt man der Anklage, dann war ein 47-jähriger Dorstener einer der Hauptdrahtzieher in einem betrügerischen Handel mit wertlosen Immobilien.

von Von Martina Ricken

, 19.08.2008

Glaubt man dem Angeklagten, der mit zehn weiteren mutmaßlichen Mittätern vor den Schranken des Landgerichts Essen steht, dann ist er nur auf die Versprechungen des Hauptinitiators hereingefallen und wurde mehr oder weniger zu dessen Marionette. Dieser Hauptinitiator kann weder zur Verantwortung gezogen werden, noch kann er sich gegen die Behauptungen wehren. Er verstarb im Laufe des Ermittlungsverfahrens.

Dass er an den Geschäften und Machenschaften eines beinahe undurchschaubaren Firmengeflechts, das der Hauptinitiator gewebt haben soll, beteiligt war, gab der Dorstener vor Gericht zu. Mit seinem Geständnis will er die Chance wahrnehmen, mit einer Freiheitsstrafe davonzukommen, die nach Zusage der Wirtschaftsstrafkammer nicht mehr als vier Jahre betragen wird.

Er sei von dem Hauptinitiator und dessen Geschäftsideen begeistert gewesen, gestand der 47-jährige Dorstener. Es fiel ihm sichtlich schwer, die verwirrenden Tätigkeiten des Firmenkonglomerats und seine Rolle darin zu schildern. Unter anderem sollen finanziell eher angeschlagenen Interessenten Eigentumswohnungen unter Vorspieglung falscher Tatsachen verkauft worden sein. So wurde ein Erwerb quasi zum Null-Tarif versprochen. Dass es sich um minderwertige Wohnungen handelte, wurde dabei verschwiegen.

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