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Kampf um die Altkleider

Container im Abstand von 100 Metern

Ein neuer Altkleider-Container auf dem Netto-Parkplatz an der Weseler Straße hat den Schermbecker Gerhard Pszolla dazu gebracht, im Planungsausschuss in der Bürgerfragestunde nachzufragen, ob die Gemeinde so etwas nicht verhindern könne. Schließlich ständen zwei gemeindliche Altkleider-Container gerade mal 100 Meter weiter auf dem Hallenbad-Parkplatz.

Schermbeck

, 21.03.2018
Kampf um die Altkleider

Die grünen Altkleider-Container der Gemeinde Schermbeck stehen auf dem Hallenbad-Parkplatz, der rote Altkleider-Container der Humana Kleidersammlung GmbH 100 Meter weiter auf dem Netto-Parkplatz. © Foto: Berthold Fehmer

„Uns sind die Dinger ein Dorn im Auge“, gestand Gerd Abelt, Chef des Bauamts, mit Blick auf privat aufgestellte Container, „weil wir die Altkleider lieber selber sammeln und verwerten.“ Den roten Altkleider-Container, den die Humana Kleidersammlung GmbH betreibt, könne man aber nicht verhindern, so Abelt. Denn dieser stehe auf einem Privatgrundstück. „Da sind uns die Hände gebunden.“ Anders wäre die Sache, wenn man den Container vom öffentlichen Straßenraum aus beladen müsse, so Abelt.

Abelt appellierte aber an die Schermbecker Bürger, sich genau zu überlegen, in welche Container sie ihre Altkleider werfen. Alles, was in privat organisierten Containern lande, werde privat bewirtschaftet und verkauft. Was in den grünen gemeindlichen Containern abgegeben werde, komme dem Abfallgebührenhaushalt zugute. Jeder Bürger könne so dafür sorgen, dass die Abfallgebühren positiv beeinflusst würden.

Nach der Verwertung der abgegebenen Kleidung befragt, sagte Abelt, dass diese zunächst sortiert werde. Ein Teil werde gereinigt und im Second-Hand-Handel verkauft. Ein Teil werde verschifft, etwa nach Afrika oder in die Ukraine. Die schlechteste Möglichkeit sei, dass geschreddert werde und „Putzlappen dabei rauskommen“, sagte Abelt.

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