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Kartoffelkönig wird zum Reibekuchen

DORSTEN Die Sonne war ein willkommener Gast beim Sommerfest, das die Frühförderung der Lebenshilfe am Samstag anlässlich ihres 30. Geburtstages in und um ihre schönen Räumlichkeiten an der Hohefeldstraße ausgiebig feierte.

von Von Anke Klapsing-Reich

, 17.08.2008

"Frühförderung in Bewegung" lautete das Motto der Geburtstagsparty, und dementsprechend herrschte auch quirlige Betriebsamkeit, wohin das Auge blickte: Kleine Hände gruben sich in die Sand gefüllte Wanne, um versteckte Glaskugelschätze ans Tageslicht zu befördern. Gleich nebenan wetteiferten ambitionierte Angler darum, wer den dicksten Fisch aus dem Wasser zieht. Geschicklichkeit war beim Basteln von rund geflochtenen Netzen, die böse Träume abfangen, gefordert. Und beim Sackhüpfen und Schubkarrenrennen konnte der Nachwuchs einmal kritisch testen, was die Eltern konditionell noch so drauf haben.

Viele Ehemalige

"Wir freuen uns darüber, dass so viele unserer Einladung gefolgt sind", konnte Elke Krause, Leiterin der Frühförderstelle, neben Mitgliedern der Lebenshilfe, Vertretern der Kindergärten und Wohnstätten, Freunden und Förderern auch etliche ehemalige Eltern mit ihren Kindern begrüßen. "Wir stärken und stützen Kinder bis zu einem Alter von maximal sechs Jahren", erklärt Elke Krause. Doch das Team der heilpädagogischen Anlaufstelle sei dennoch bemüht, auch die weitere Entwicklung der ehemaligen "Schützlinge" im Blick zu halten.

Der Duft von Kaffee und Kuchen, Würstchen und Pommes ließ das Wasser im Munde zusammenlaufen. Doch nicht nur auf kulinarische, sondern auch auf kulturelle Leckerbissen, durften sich die Gäste des Sommerfestes freuen: Für die Großen gab der Gospelchor "Enjoy" eine Kostprobe seines musikalischen Könnens. Die Kleinen hingegen warteten gespannt auf den großen Kartoffelkönig, dem Hauptakteur des gleichnamigen Puppentheaterspiels, das die Erzieherinnen des Kindergartens St. Urbanus aufführten. Riesenapplaus vom Publikum

Da sprang der dicke Kartoffelkönig auch schon aus der Kiste, denn er wollte nicht gegessen werden - weder von der Oma mit der Brille, noch vom stacheligen Igel, auch nicht vom rosa Schweinchen oder dem eiligen Hasen. Erst, als ein armes Geschwisterpaar seinen Weg kreuzte, hüpfte er freiwillig in den Korb, um schließlich als schmackhafter Reibekuchen in den hungrigen Bäuchen der notleidenden Kinder zu landen.

Das Publikum bedankte sich mit einem Riesenapplaus und durfte anschließend auch Streicheleinheiten an den Kartoffelkönig und seine Kumpane verteilen.

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