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Klaus Hörnemann und Maria Suckrau regieren in Dämmerwald

Zögerlicher Regentenwechsel

Diesmal mussten die Zuschauer im Mümkensbusch extrem lange warten, bis sie Klaus Hörnemann als neuen König der Schützengemeinschaft Dämmerwald umjubeln konnten.

von Von Helmut Scheffler

, 17.06.2012
Klaus Hörnemann und Maria Suckrau regieren in Dämmerwald

Auch für Majestäten eine wackelige Angelegenheit. Auf einer Bank trugen die Dämmerwalder Schützen ihr neues Königspaar, Klaus Hörnemann und Maria Suckrau, nach dem Königsschuss über den Platz.

Eine Zeitlang sah es sogar so aus, als würde es erstmals in der 44-jährigen Geschichte der Schützengemeinschaft keinen König geben. Dabei hatte eigentlich alles ganz normal begonnen.

Feucht-fröhlich hatte das Schützenfest am Freitagabend in Mümkens Scheune begonnen. Im Beisein des Erler Königspaares Matthias Breil/Elisabeth Grewing und einer Abordnung der Weselerwalder Schützen erhielt Silberkönigin Christa Neuenhoff von Oberst Bernhard Fundermann eine Urkunde. Die Tanzband „Nachtschicht“ heizte den Gästen mächtig ein. Als König der Saison 2011/12 eröffnete Torsten Lehmann am Samstag im Mümkensbusch das vom Schießwart Hugo Hülsmann geleitete Schießen mit dem KK-Gewehr auf den Vogel. 20 Schützen folgten seinem Beispiel und zerlegten zügig den Vogel in seine Einzelteile.

Mit dem 45. Schuss erwischte Benedikt Oppenberg die Krone. Nach weiteren 50 Schüssen sicherte sich Heinz-Jürgen Steinkamp das Zepter. Den rechten Flügel schoss Christoph Oppenberg ab, den linken Flügel Robert Hessing, den Kopf Hartmut Eimers, der König des Jahres 1988. Als Heinz-Jürgen Steinkamp den Schwanz abgeschossen hatte und nur noch der Rumpf in luftiger Höhe hing, wollte kein Schütze mehr antreten. Alle Ermunterungen scheiterten länger als eine Stunde.

Um 14.55 Uhr brach Klaus Hörnemann den Bann. Er trat ans Gewehr und animierte nach seinem Schuss weitere Schützen, seinem Beispiel zu folgen. Da kam allmählich wieder Leben auf den Schießstand. „Wir woll’n den König seh’n“, schallte es zum wiederholten Male über den Platz. „Ich bin eigentlich ein Republikaner und kein Monarchist“, versicherte Wilhelm Cappell und ging dann trotzdem zur Ehre des Heimatortes ans Gewehr. Mit Wilhelm Cappell, Richard Ostermann, Hermann Nienhaus, Heinz-Bernd Mümken, Werner Suckrau, Michael Wansing, Klaus Hörnemann und Hartmut Eimers gab es schließlich wieder Königsaspiranten.Kurz vor dem Ausgang der Munition holte der 51-jährige Kfz-Meister Klaus Hörnemann um 17.15 Uhr den letzten Rest des Vogels von der Stange. Die Schützen gratulierten dem neuen König, der wenig später mit seiner auserwählten Königin Maria Suckrau auf einer Bank über den Platz getragen wurde. Thronpaare sind Michael Wansing/Birgit Kremer und Richard Ostermann/Ellen Tegründe.

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