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Konflikt: Spaziergänger gegen Reiter

HOLSTERHAUSEN Fluss, Land, Wald – Spaziergängerherz, was willst Du mehr? Nicht von ungefähr zählt seit vielen Jahren der Grünbereich zwischen dem nördlichen Lippeufer, dem Hammbach und der Baldurstraße zu den beliebtesten Naherholungs-Revieren in Dorsten.

von Von Klaus-Dieter Krause

, 08.08.2008
Konflikt: Spaziergänger gegen Reiter

Noch ist dieser Weg zum Reiterhof am Hohenkamp für die Allgemeinheit geöffnet. Das wird sich ändern.

Aber auch der Reitsport hat hier Tradition. Und weil die neuen Eigentümer des früheren Hofes Lochthowe jetzt zur Freude der Stadt dort das Freizeitreiten erheblich ausweiten wollen, bahnen sich Interessen-Konflikte an. Sie haben sogar bereits konkrete Formen angenommen: „Als Anwohner der Baldurstraße war ich wie viele Nachbarn sehr erstaunt und verärgert, als wir plötzlich den Wald vor dem Pferdehof nicht mehr betreten konnten“, klagt Rolf Hötting, „dicke Baumstämme rund um den Wald versperren die Wege, die seit Menschengedenken durch das Wäldchen führen. Auch Zäune wurden gezogen. Wer und warum und mit wessen Erlaubnis?“

„Alle Baumaßnahmen waren mit der Stadt abgestimmt und sind genehmigt“, erklärt dazu Pressesprecherin Lisa Bauckhorn. „Allerdings erwecken die neuen Eigentümer, die dort ein 34 Hektar großes Grundstück für ihr Reitprojekt erworben haben, durch die Vielzahl neuer Schilder einen falschen Eindruck: Auch, wenn jetzt überall Privatweg steht, heißt das nicht, das Wanderer oder Radfahrer die Wege nicht mehr nutzen dürfen.“ Lediglich der Mittelweg durch die vormals landwirtschaftlichen Flächen zum Reiterhof werde künftig für die Öffentlichkeit gesperrt: „Allerdings auch erst dann, wenn ein Alternativweg am Lippedeich hergerichtet worden ist – und der muss noch von 2,50 auf 3 m Breite erweitert werden.“

Das Hohenkamp-Wäldchen werde dagegen dauerhaft für Spaziergänger offen bleiben: „Sie müssen nur den Pferden aus dem Weg gehen.“ Die Arbeiten an den Reitwegen mitten in der Brutzeit im Frühjahr seien jedoch rechtmäßig erfolgt. Bauckhorn: „Sie waren mit Aufräumungsarbeiten der ,Kyrill‘-Schäden gekoppelt und von den Forstbehörden freigegeben.“ 

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