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Künstlerkreis eröffnet Jahresausstellung

SCHERMBECK Elf Künstler beteiligen sich an der zwölften Jahresaustellung des Schermbecker Künstlerkreises, die am Sonntag im Begegnungszentrum eröffnet wurde und bis zum 14. September besichtigt werden kann.

von Von Helmut Scheffler

, 31.08.2008
Künstlerkreis eröffnet Jahresausstellung

11 Künstler beteiligen sich an der 12. Jahresaustellung des Schermbecker Künstlerkreises, die Sonntag im Begegnungszentrum eröffnet wurde.

„Sie zeichnen sich aus durch Ihre Vielfalt, und Sie sind für Schermbeck eine Bereicherung des Kulturlebens“, würdigte der stellvertretende Bürgermeister Günter Karasz die Leistungen des Künstlerkreises, einer 1996 gegründeten Vereinigung von Künstlerinnen und Künstlern unterschiedlicher Richtungen und Techniken. Über den „Zweck der Kunst“ referierte Studiendirektor Jürgen Trick in seinem Einführungsvortrag. In den bunten Reigen denkbarer Zweckvorstellungen reihte Trick die Kunst als Dekorationsschmuck und die Kunst als Vermittlerin der Freude ebenso ein wie die Kunst als Ausdruck einer Lebenseinstellung und die Kunst als Möglichkeit zur Schaffung eines Events, wobei Trick auf das im Ruhrgebiet stattfindende Kulturevent „Kulturstadt 2010“ Hinweis. Mit dem Hinweis, dass Kunst auch ein Wertgegenstand und damit eine Geldanlage sein kann, und mit der zusammenfassenden Feststellung „Kunst macht unser Leben reicher“ rundete Jürgen Trick seinen Vortrag ab.Breites künstlerisches Spektrum Nach dem musikalischen Vortrag der Weseler Akustik-Gitarren-Gruppe „Acoustic Matters“ konnten sich die Besucher während eines Rundgangs von dem breiten künstlerischen Spektrum überzeugen, wobei der Künstlerkreis anhand eines Gemäldes und einer kurzen schriftlichen Darstellung des Künstlers Josef Wirobal gedenkt, der im Alter von 88 Jahren als ältestes Mitglied des Künstlerkreises am 19. Mai 2008 verstarb. Durch Stellwände war das Begegnungszentrum in kleine Raumeinheiten unterteilt worden, in denen die Künstler ihre Bilder und Fotografien vorstellen konnten. Zum Blickfang wurde Jürgen Klüseners „Blaumann“, ein 156 Zentimeter großer Arbeiter aus Holz, Acryl und Eisen.Im Mittelpunkt steht der Mensch Im Mittelpunkt der Arbeiten des Dammer Bildhauers Hans-Christoph Hoppe, der diesmal Holzschnitte, Bleistiftzeichnungen und Kaltnadelradierungen zeigt, steht der Mensch. Bislang unveröffentlichte Fotos von Bergarbeitern der Hervest-Dorstener Zeche „Leopold“ aus dem Jahre 1958 setzte Marianne Ney in gemalte Aquarelle um. Die in Namibia geborene Künstlerin, die seit 1995 in Schermbeck wohnt, zeigt in ihren Kompositionen das raue Leben der Bergleute. Birgit Försters Bilder, die im Anschluss an eine Reise nach Kambodscha entstanden sind, zeigen neben Impressionen, die den Schrecken der Zeit der roten Khmer dokumentieren sollen, auch im krassen Gegensatz dazu Lotusblüten im Königspalast, um deutlich zu machen, dass es überall letztendlich einen Weg der Hoffnung gibt. Jörg Klüseners Bilder, die von der Pop-Art beeinflusst sind, spielen mit der dritten Dimension.Abstrakte Bilder, die die Wirklichkeit erahnen lassen Abstrakte Bilder, die nur noch ein wenig die Wirklichkeit erahnen lassen, präsentiert Maria Rademacher in der Ausstellung. Ulrich Fischers Fotografien sind witzige Umsetzungen von Sprüchen, Redensarten und Werbeslangs im Ruhrgebietsdialekt. Als autodidaktische Malerin begeistert sich die seit 1972 in Schermbeck wohnende Karin Oetelshoven für die experimentale Acrylmalerei. In den Bildern, die Götz Gawehn aus Licht, Wachs- und Wasserfarben schuf, legt der Künstler Texte mit religiösen Inhalten künstlerisch aus. Christel Thiele bevorzugt Aquarelle, in denen sie die Farbenpracht der Blumen dokumentieren möchte. Helga Großbodts Kompositionen leben von ihren Spannungsfeldern, sind kontrastierende und harmonische Farbgebilde, die von spielerischem Überschwang neben dezenter Schlichtheit zeugen. Mit „Trauer und Schönheit“ befasst sich Ulrike Trick in ihren Fotografien. Den „schönen“ Fotos von Tieren und Landschaften stehen beeindruckende Detailfotos von Berliner Grabmonumenten aus dem 19. Jahrhundert gegenüber.

Die Ausstellung ist montags bis freitags zwischen 9 und 16 Uhr geöffnet, donnerstags sogar bis 18 Uhr, samstags und sonntags zwischen 11 und 17 Uhr.