Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Matthias Freitag bleibt auf dem Boden

Modellflug

Eine Windböe packt das Flugzeug und mit einer Geschwindigkeit von 120 km/h hebt es ab. Pilot Matthias Freitag sitzt jedoch nicht im Cockpit, sondern steuert vom Boden aus. Und die Flugzeugspannweite misst gerade einmal 150 Zentimeter. Modellfliegen nennt sich das.

DORSTEN

von Von Katharina Bach

, 06.06.2012
Matthias Freitag bleibt auf dem Boden

Matthias Freitag ist leidenschaftlicher Modellflieger.

Schon seit sechs Jahren betreibt der 15-Jährige dieses Hobby: "Die Leidenschaft zum Modellbau habe ich von meinem Vater geerbt", gibt er zu. Und vom Hobbyflieger wurde Matthias zum regelrechten Profi, wie man an der langen Liste seiner sportlichen Erfolge sehen kann: 2. Platz beim Eurocontest in Nancy, Vest-Pokal-Sieger und 2011 wurde er sogar Vizeweltmeister mit seiner Juniorenmannschaft bei der WM in Arboga/Schweden. "Das ist eine ganz besondere Ehre für mich, dass ich bei der WM antreten durfte", schwärmt der Ursulinenschüler noch immer von diesem Erlebnis.

Dass Modellfliegen oft nicht als richtiger Sport angesehen wird, kann er deshalb gar nicht nachvollziehen, schließlich ist Matthias genau wie jeder andere Sportler mit vollem (Körper-)Einsatz dabei. "Ein gutes Ergebnis ist immer davon abhängig, ob man genug Kraft anwendet, um das Flugzeug starten zu lassen." Und Übung ist natürlich auch ein wichtiges Kriterium, deshalb trainiert Matthias mehrmals in der Woche. An den Wochenenden nimmt er regelmäßig an Wettbewerben im Team mit seinem Vater Ulrich teil.

Bei einem Turnier gibt es verschiedene Aufgaben: Zeitflug, Geschwindkeitsflug und Streckenflug, die es zu meistern gilt. Geflogen wird dabei in Matthias´ Fall mit einem F3K-Modell, das eine Höhe von bis zu 60 Metern erreichen kann. "Das ist einfach ein unglaubliches Gefühl, obwohl man ja selbst am Boden bleibt", beschreibt Matthias.Andere Perspektive

Dennoch nutzte er die Gelegenheit, mit der Segelflug-AG des St. Ursula-Gymnasiums auch einmal selbst ins Cockpit zu steigen und "über den Wolken" zu gleiten. "So habe ich mal die Perspektive meines Modells kennengelernt", schmunzelt er. Ausruhen auf seinen Erfolgen wird sich Matthias nicht; die nächste Herausforderung wartet ja bereits in luftiger Höhe: Im August wird er zur Europameisterschaft nach Chambly fahren und hofft auf ein gutes Ergebnis. Denn Matthias möchte hoch hinaus.

Lesen Sie jetzt