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McDonald's Werbe-Pylon spaltet einen Ortsteil

Schmuckstück oder Schandfleck

Bei einer Fahrt durch Deutschland grüßt an allen Ecken ein McDonald´s-Pylon. Nicht jeder kann sich jedoch dafür begeistern. Auch in Rhade stieß die Säule der amerikanischen Kloppsbraterei bei den Bürgern auf erbitterte Ablehnung. <b>Und bei Ihnen?</b>

RHADE/LEMBECK

von Von Klaus-Dieter Krause

, 20.08.2010
McDonald's Werbe-Pylon spaltet einen Ortsteil

Schon aus der Ferne grüßt der Pylon: der Duft der großen, weiten Welt oder eine optische Geschmacksverirrung?

 „Dass so ein hässlicher Werbeturm das neue Wahrzeichen unseres Ortes wird, ist doch ein optischer Super-GAU“, schimpften die Gegner bei der McDonald´s-Einweihung. Viele haben sich bis heute nicht an den ungeliebten Anblick gewöhnt: „Wenn wir in Rhade spazieren gehen, ärgern wir uns darüber jedesmal so sehr, dass wir uns einen Raketenwerfer wünschen“, erklärt ein ansonsten überhaupt nicht militantes Ehepaar. Dazu trägt der „Pusteblumen-Effekt“ des Pylons bei. Denn als habe der Wind sie bis in den entferntesten Winkel gestreut, zieren Fast-Food-Verpackungsreste im weiten Umkreis die Landschaft.

„Das kann man aber nicht den Betreibern anlasten, die tun, was in ihren Kräften steht“, halten die McDonald´s-Befürworter dagegen. Und vor allem für die Jüngeren unter ihnen ist der Pylon ein sichtbares Zeichen, dass das Dorf Rhade in der Gegenwart angekommen ist: „So schlecht sieht er doch gar nicht aus.“Dann gibt es noch Familien, die den Pylon ganz pragmatisch beurteilen: „Für uns ist es auf Reisen wichtig, schon aus der Ferne zu erkennen, wo wir in Autobahn-Nähe einen preiswerten Imbiss und eine Tankstelle finden.“

Breit gefächert ist daher diesmal das Votum unserer vier beteiligten Reporter: 2, 3, 4, 5 – fast alles war vertreten. Vielleicht ist die Durchschnittsnote 3,5 auch damit zu erklären, dass kein Reporter in Rhade wohnt. Sonst wäre womöglich das Minderheiten-Votum „Mangelhaft“ öfter vergeben worden: „Ich empfinde jede Form von Werbung, die sich im XXL-Format ins Landschaftsbild drängt, als aufdringlich und unangenehm.“

 

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