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Müll geht jeden etwas an

DORSTEN Achtlos weg geworfene Kippen, Kaugummis, die unter Sohlen kleben, Papier und Flaschen in Gebüschen und auf Grünstreifen: „Dafür gibt es doch Leute, die den Dreck wegräumen“, sagt eine 17-jährige Schülerin.

von Von Rüdiger Eggert

, 26.08.2008
Müll geht jeden etwas an

Mehrmals täglich wird rund um McDonalds der Müll eingesammelt.

Die Jugendliche nutzt täglich den Zug und meint: „Wenn ich warten muss, sitze ich stets in der Nähe eines Papierkorbes und schmeiße meinen Müll dort hinein.“ Ihr Wunsch: Dass mehr Behälter in der Stadt aufgestellt werden. Sonst landet der Müll eben auf dem Boden.  Frauke, Saskia, Nina, Janina und Lisa sitzen auf einer Stange am Bahnsteig. Auch sie warten auf den Zug. Frage an sie: Wer hinterlässt den meisten Müll? „Die Erwachsenen mindestens genau so viel wie wir“, sind sich die Mädchen einig. Kein schlechtes Gewissen haben die jungen Damen also, eine Zigarettenkippe auf dem Boden auszutreten. Und Kaugummis sind doch so klein und können in die Landschaft geschnippt werden...

Tüten und andere Verpackungen wegzuwerfen, finden die Mädchen aber inakzeptabel. Was unternehmen sie, wenn sie beobachten, wie jemand etwas achtlos in die Gegend wirft? „Da sagen wir schon etwas“, erklären sie. „Wenn es aber eine Kante ist, halte ich mich doch lieber zurück!“ Frauke hat offenbar schlechte Erfahrungen gemacht. Verwarnungsgelder sind aus Sicht der quirligen Truppe indes keine Lösung des allgegenwärtigen Müllproblems. Zwei Freundinnen eilen übe r die Straße, in der Hand einen Hamburger. „Natürlich kommt das Papier in den Papierkorb, da vorne gibt es sogar einen sprechenden“, lautet ihre Antwort. Ortswechsel: Haltestelle Recklinghäuser Tor. Die Busse kommen. Zigarette auf den Boden geworfen, ausgetreten und ab in den Bus - ein Erwachsener geht mit schlechtem Beispiel voran. 

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