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Mysteriöse Geschichte um einen Einbruch

Schöffengericht

DORSTEN Prahlt man betrunken mit einem Einbruch? Eher unwahrscheinlich, befand das Schöffengericht und sprach am Donnerstag einen 51-jährigen Mann aus Dorsten frei.

von Von MIchael Klein

, 05.08.2010

 „Das können wir jetzt im Nachhinein nicht mehr klären“, befanden die Prozessbeteiligten des Dorstener Schöffengerichts in seiner Begründung. Der 51-jährige Dorstener, der aus dem Gefängnis vorgeführt wurde, soll im Juni 2009 durch ein auf Kipp stehendes Fenster in eine Wohnung auf der Barbarastraße eingestiegen sein. Dort wohnte zu der Zeit ein Bekannter von ihm, der anschließend mehr als 120 Euro aus einer Tabaksdose und eine Digitalkamera vermisste. Das Diebstahlsopfer erstattet aber keine Anzeige. Erst Monate später kam die Sache ins Rollen. In einer polizeilichen Vernehmung erzählte der Geschädigte, dass bei ihm Monate zuvor eingebrochen worden sei. Und es meldete sich ein Zeuge, dem der vermeintliche Einbrecher im Suff gesteckt haben soll, er sei für die Tat verantwortlich gewesen.

Doch das stritt der 51-Jährige ab. „Ich habe so etwas nie zu ihm gesagt.“ Zwar habe der Zeuge, ein ehemaliger Kumpel, den er zuvor 20 Jahre nicht gesehen habe, das Angebot gemacht, für ein Honorar 500 Euro dessen Nachbarn zusammenzuschlagen. „Aber das habe ich nicht angenommen. Und von dem Einbruch war echt nie die Rede.“ Der Zeuge, ein 49-jähriger Dorstener, blieb bei seiner Darstellung, den Angeklagten am Kanal getroffen zu haben. „Ich hab dem noch gesagt, ihr seid doch doof, dass ihr Euch gegenseitig beklaut.“ Aber an viel mehr konnte sich der Zeuge nicht erinnern, nicht mal an den Monat, an dem das Treffen stattgefunden haben soll: „Nur daran, dass der Angeklagte ziemlich betrunken gewesen ist.“ 

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