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Neuaufbau nach dem Brand im Blumenerdenwerk Stender

Keinen Kunden verloren

SCHERMBECK Ab Januar läuft die Produktion im Blumenerdenwerk Stender wieder an. Voll einsatzfähig sei man am Standort aber wohl erst wieder im Mai/Juni kommenden Jahres, sagt Vorstandsvorsitzender Heinrich-Gerhard Hengstermann.

von Von Berthold Fehmer

, 02.08.2010
Neuaufbau nach dem Brand im Blumenerdenwerk Stender

Heinrich-Gerhard Hengstermann glaubt, dass nach dem Brand im Blumenerdenwerk Stender vor rund zwei Monaten in der neuen Produktionsstätte ab Januar wieder produziert werden kann.

Wie berichtet hatte ein Brand die 5000 Quadratmeter große Verpackungshalle vor rund zwei Monaten komplett zerstört. Den Schaden beziffert Hengstermann „im siebenstelligen Bereich“, möchte allerdings keine genauere Zahl nennen, da noch zwei Gutachten ausstünden. Die Zusammenarbeit mit der Versicherung erfolge bislang aber reibungslos.

Stolz ist Hengstermann darauf, dass kein Kunde auf eine Lieferung warten musste. „Wir haben keinen Kunden verloren“, sagt Hengstermann. Obwohl die Konkurrenz noch am Tag des Brandes ihre Fühler nach Großkunden des Blumenerdenwerks ausgestreckt hatten. Schwäche zeigen werde Stender nicht, sagt Hengstermann selbstbewusst: „Sie können noch so dick drin sitzen. Aber den Kopf müssen Sie aus dem Schlamm raushalten.“ Derzeit produzieren die Standorte in Luckau und Papenburg mit Unterstützung von Mitarbeitern aus Schermbeck die benötigten Substrate und Blumenerden. Vier bis acht Schermbecker Mitarbeiter fahren im Wechsel alle zwei Wochen für jeweils eine Woche in die anderen Betriebsstätten, die zum Teil mehr als 500 Kilometer weit entfernt liegen.

Kleine Mengen an Spezialmischungen werden derzeit auch schon wieder in Schermbeck produziert und abgefüllt. Dafür wurden kleinere Maschinen erworben und auf dem Gelände untergebracht. Der Abriss der Halle ist fast beendet, Dachschäden an benachbarten Gebäuden werden derzeit behoben. Innerhalb der nächsten Wochen geht es an den Neuaufbau der Produktionsstätte – den Maschinenpark hat Hengstermann zum Teil bestellt. Etwas moderner werden die neuen Maschinen sein, ein bisschen werde auch an der Produktion geändert: „Aber das sind Nuancen.“ Lob äußert Hengstermann gegenüber der Feuerwehr: „Ihr ist zu verdanken, dass wir noch existieren. Hätte das Feuer auch das Bürogebäude erreicht, hätte es ganz schlecht ausgesehen.“