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Pärchen wollte 17-Jährige umbringen

Prozess um versuchten Mord in Dorsten

Einem Dorstener Pärchen (20 und 27) wird ab 26. Februar der Prozess gemacht. Die beiden sind wegen versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung angeklagt. Sie sollen eine 17-Jährige mit einem Messer attackiert haben.

Dorsten/Essen

, 21.02.2018
Pärchen wollte 17-Jährige umbringen

Nach der Messerattacke wurde der Schulhof der Pestalozzischule von der Polizei abgeriegelt. © Foto: Claudia Engel

Ein schweres Verbrechen erschütterte am 4. September 2017 die Hardt. Damals war eine 16-jährige Jugendliche Opfer einer Messerattacke geworden.

Mit Notoperation Leben gerettet

Das Leben der jungen Frau konnte durch eine Notoperation gerettet werden. Der Täter wurde wenig später von der Polizei gefasst und sitzt seitdem in Untersuchungshaft. Ihm, einem 20-Jährigen und einer 27 Jahre alten Mittäterin, wird ab Montag (26. Februar) und an vorläufig weiteren acht Verhandlungstagen der Prozess am Essener Landgericht gemacht. Zuständig ist die XXIV. Strafkammer.

Die Anklage der Staatsanwaltschaft lautet auf versuchten Mord und gefährliche Körperverletzung. Das teilte das Landgericht Essen mit. Nach Auffassung der Staatsanwaltschaft hatten der Angeklagte und seine Mittäterin eine Beziehung. Es kam zum Streit, als die Frau erfuhr, dass ihr Freund auch ein Verhältnis zu der 17-Jährigen hatte. „Die Angeklagten beschlossen letztendlich, die junge Frau zu töten“, heißt es in einem Vorbericht des Landgerichtes zum Prozessauftakt.

Auf den Schulhof gelockt

Der 20-Jährige habe die 17-Jährige am 4. September gegen 22.40 Uhr auf den Schulhof an der Storchsbaumstraße gelockt. Nach einem Gespräch habe der 20-Jährige plötzlich ein Küchenmesser gezogen und seinem Opfer mehrere Stiche versetzt. Als die 17-Jährige am Boden lag, habe der Täter weiter auf die Wehrlose eingeschlagen und sie getreten. Der Täter war von seiner Mittäterin mit dem Auto zum Tatort gefahren worden und wollte mit ihr flüchten. Doch er fand den Wagen nicht und rannte deshalb allein in Richtung Gemeindedreieck.

Später am Abend habe sich das Paar, die beiden Angeklagten, getroffen und „die blutige Kleidung des Angreifers und den Holzgriff des Messers in einem Waldstück verbrannt“. Das Smartphone des Opfers war seinerzeit ebenfalls verschwunden. Eine Taucherstaffel der Polizei fand es bei einem Einsatz im Kanal in Höhe der Mercaden. Das Handy gilt als Beweisstück.

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