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Passanten sehen an der Ampel schnell Rot

Übergang an den Mercaden

Ob Fußgänger, Radler oder Rollstuhlfahrer: Keiner schafft es, den Westwall in der Grünphase der Ampelschaltung vor den Mercaden zu überqueren. "Nicht schlimm", befinden die Verkehrsplaner und empfehlen: "Es ist genügend Zeit. Einfach in Ruhe weitergehen!" Viele Passanten sind verunsichert.

Dorsten

, 12.10.2016
Passanten sehen an der Ampel schnell Rot

Die Grünphase am Übergang vor den Mercaden ist vielen Passanten zu kurz.

Lea Kenfeld ist erst 16 Jahre jung. Doch selbst sie muss sich mächtig sputen, um in der kurzen Grünphase der Fußgängerampel den Westwall zwischen Mercaden-Einkaufszentrum und Lippestraße komplett zu überqueren. Auch Helga Bahdel hat das grüne "Männchen" fest im Blick, während sie im Schweinsgalopp den Rollstuhl mit der gehbehinderten Dame über den Asphalt bugsiert.

Rollstuhl oder Rollator

Noch vier, fünf Schritte bis zum rettenden Gehsteig - doch da springt die Ampel auch schon um, und Helga Bahdel sieht buchstäblich "Rot": "Das ist ja selbst ohne Rollstuhlschieben nicht zu schaffen", muss sie die letzten Meter im Schein des roten Lichtzeichens zurücklegen. Die kurze Grünphase verunsichert viele Stadtbesucher. Vor allem ältere Menschen mit Rollstuhl oder Rollator fürchten, möglicherweise von Autos angefahren zu werden.

"Keine Sorge", geben die Verkehrsplaner der Stadt Dorsten Entwarnung. Die Ampelschaltung sei so gestellt, dass genügend Zeit zum Überqueren der Straße bliebe: "Die Grünphase an dem Fußgängerüberweg dauert acht Sekunden, darauf folgt die gleich lange Zwischenzeit. Insgesamt haben Fußgänger also 16 Sekunden Zeit, bevor die Autofahrer das Grünsignal bekommen", heißt es in der Presseerklärung. "Auf gar keinen Fall sollten Passanten beim Beginn der Rotphase verunsichert stehenbleiben oder gar umkehren", so Andreas Risthaus von der Verkehrslenkung.

Teil einer komplexen Schaltung

Kann man die Grünphase nicht einfach verlängern? "Nein", antwort Andreas Risthaus. Dieser Überweg sei Teil einer sehr komplexen Schaltung in der verkehrsintensiven Innenstadt. Innerhalb einer Signalphase von 100 Sekunden Dauer erhielten Fußgänger dort zweimal Grün, der Autoverkehr nur einmal. Bei einer Verlängerung der Grünphase müsste eine Fußgänger-Grünphase entfallen, was die Wartezeiten wieder verlängere. "Eine solche Schaltung hat es früher am alten Lippetor gegeben, und da haben sich die Bürger über die lange Rotphase beschwert", weiß der Fachmannsing

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