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Polizei will Lippeufer ins Visier nehmen

Saufgelage

DORSTEN Mehrere Leser haben uns von Müllbergen und Saufgelagen im Naturschutzgebiet Lippeauen berichtet. "Das Gegröhle hört man selbst noch an der Pliesterbecker Straße", empörte sich eine Anruferin. Haben Sie auch Beobachtungen am Lippeufer gemacht?

von Von Klaus-Dieter Krause

, 10.08.2010
Polizei will Lippeufer ins Visier nehmen

Die Hinterlassenschaften der Schluckspechte »zieren« den Uferbereich in den Lippeauen.

Die Hinterlassenschaften der Schluckspechte zieren dann den Uferbereich, wie gleich mehrere Leser feststellten, als sie die Lippefähre Baldur benutzten. Zwar sei über viele Abfälle buchstäblich das Gras gewachsen, aber vom Müll befreit worden sei der Bereich westlich der Hammbach-Mündung in die Lippe nie. Und das, obwohl es sich dort eigentlich um ein Rückzugsgebiet für seltene Pflanzen und Tiere handeln soll.

Der Naturschutz-Gedanke werde auch deshalb mit Füßen getreten, weil ein kleiner Sandstrand am Lippeufer sich offenbar zum gar nicht mehr so geheimen Tipp unter Leuten gemausert habe, die sich von Verboten nicht beeindrucken lassen: „Wir wundern uns nur, dass noch kein alkoholisierter Schwimmer in der Lippe ertrunken ist.“ Festgesetzt hat sich auch der Eindruck, dass mit diesen „Badegästen“ nicht gut Kirschen essen ist: „Schreiben Sie bloß unseren Namen nicht“, fürchtet so mancher Racheakte.

„Wir behalten die Namen von Leuten, die uns alarmiert haben, auf jeden Fall für uns“, betont Andreas Wilming-Weber von der Pressestelle der Polizei. „Aber wir sind auf Hinweise angewiesen, damit wir rechtzeitig einschreiten und die Übeltäter erwischen können.“ Die Polizei habe bei ihren Streife-Fahrten bereits ein „Campinglager“ im Auge, das wohl im Einvernehmen mit dem Grundstücks-Eigentümer am Yachthafen entstanden sei. Künftig werde man nun auch das Lippe-Ufer ansteuern.

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