Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Repair-Café gibt es jetzt auch in Barkenberg

Seit dem 28. Oktober im Pfarrheim

In Wulfen-Barkenberg gibt es ab sofort auch ein Repair-Café. Michael Wolf hat es ins Leben gerufen. Untergebracht ist es im Pfarrheim St. Barbara am Surick 209.

Wulfen-Barkenberg

, 31.10.2016

Die Kaffeemaschine tut es nicht mehr und auch das Bügeleisen hat seine besten Tage hinter sich. Zusammen stehen sie – mit anderen nutzlos gewordenen Elektrogeräten – bei Michael Wolf im Keller. „Da sind oft nur Kleinigkeiten kaputt“, vermutet er. Reparieren kann und wegschmeißen will er sie nicht. So kam er auf die Idee, ein Repair-Café zu eröffnen.

"Ich hasse es, etwas wegzuwerfen"

Am Freitag (28.10.) trafen im Pfarrheim zum ersten Mal kaputte Geräte auf ihre Retter. „Wir haben uns die Idee in Hervest abgeguckt und die Ehrenamtlichen vor Ort haben uns Mut gemacht, es hier zu versuchen“, sagt Michael Wolf. Er machte in der Pfarrgemeinde Werbung und einige Mitglieder schleppten Freitag begeistert ihr Werkzeug ins Pfarrheim. „Ich hasse es, etwas wegzuwerfen, das man eigentlich noch gebrauchen kann“, sagt Bergbauingenieur Bernhard Lübbers, der mit seinem Schraubendreher gerade versucht, eine Munddusche aufzubekommen, um mal zu gucken, was da los ist und woher der Wackelkontakt kommt.

"Innere Uhr abgelaufen"

Zuvor hatte er sein Glück bereits bei einem alten Bügeleisen versucht. „Aber da war die innere Uhr abgelaufen“, musste auch Engelbert Pelz einsehen, der das Eisen im Auftrag seiner Frau mitgebracht hatte. Trotzdem ist er sehr zufrieden mit dem Service. „Ich hätte das nie offen bekommen und gesehen, dass es total verrostet ist.“ Am Nachbartisch steckt Frank Old gerade in einem kniffligen Fall. Vornübergebeugt schaut er sich den alten Plattenspieler von Michael Karbowski an, bei dem sich der Motor nicht mehr dreht. „Der ist selbst gebaut und deswegen ist es schwer, nachzuvollziehen, wo es hakt“, sagt Old. Aber der Systemingenieur und Amateurfunker hat Hoffnung.

Einen großen Flachbildschirm hat er zuvor schon wieder hinbekommen. Allein in der ersten Stunde des Repair-Cafés kamen zwölf Barkenberger mit ihren Problemfällen vorbei. Bei der Reparatur schauten sie den Profis über die Schulter. „So lernen sie etwas und können auch entscheiden, ob es sich für sie noch lohnt, ein Ersatzteil zu bestellen“, erklärt Michael Wolf. Zum Beispiel für die Waage, die eine Dame aus dem Leinenbeutel zieht. Was ist daran kaputt? „Sie zeigt immer zuviel an“...

Der Service ist kostenlos, es gibt sogar Kaffee und Kuchen. Über eine Spende freuen sich die Ehrenamtlichen allerdings, um spezielles Material zu besorgen. Das nächste Repair-Café ist am 25. November (Freitag) von 15.30 bis 18 Uhr. Über weitere Helfer freut sich das Team.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt