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Riesen-Gewinn ist böse Gaunerei

DORSTEN Einen Lottogewinn in Höhe von 615 810 Euro versprach der Brief, den der Dorstener Manfred Senftleben in seinem Briefkasten fand. Absender war die „Loteria Primitiva“ aus Madrid, deren Name augenscheinlich Programm ist: Hinter dem Gewinnversprechen verbirgt sich nichts anderes als eine primitive Gaunerei.

von Von Michael Klein

, 29.08.2008

Denn abgesehen davon, dass der Dorstener niemals an einer spanischen Lotterie teilgenommen hat, ist auch der Briefinhalt reichlich dubios. Beigelegt ist dem Schreiben, das in fehlerhaftem Deutsch verfasst und mit kopierten Stempeln versehen ist, ein Faxformular. Auf dem soll Manfred Senftleben seine Kontonummer angeben und seine Ansprüche anmelden.

Würde er dies tun, hätte er schon verloren. Viele hoffnungsfrohe vermeintliche Gewinner sind damit böse auf die Nase gefallen. Denn nach Absenden des Formulars verlangt ein „persönlicher Betreuer“, im Falle von Manfred Senftleben ist es laut Anschreiben ein gewisser Victor Otek, eine Bearbeitungsgebühr. Bis zu 2 000 Euro haben Geschädigte auf dieses „Sicherheitskonto“ überweisen müssen, erklärt die Verbraucherzentrale.

Und danach kommen weitere Anrufe, in denen Zahlungen wie Steuern oder Sicherheitsgebühren verlangt werden. Immer wieder gehen gutgläubige Menschen den Betrügern auf den Leim, weil sie doch noch ihren Riesengewinn kassieren wollen. Mehrere Rentner sind dabei um mehr als 10 000 Euro ärmer geworden: Ihnen war als Ansporn für ihre Überweisung ein Verrechnungssscheck in Höhe der angekündigten Gewinnsummer versprochen worden. Dieser Scheck kam dann auch – er war allerdings gefälscht.

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