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Schnelles Internet kommt in einigen Ortsteilen nur langsam

Probleme der Datenübertragung

Der Weg zum schnelleren Internet ist für einzelne Schermbecker Ortsteile nach wie vor schwierig. Dieses Fazit wurde am Dienstag im gemeindlichen Wirtschaftsförderungsausschuss am Ende eines 30-minütigen Referates deutlich

Schermbeck

von Von Helmut Scheffler

, 19.06.2012

Telekom-Mitarbeiter Frank Neiling berichtete über die Möglichkeiten einer besseren Internetversorgung. Besonders schlecht versorgt sind die Ortsteile Damm, Gahlen und Uefte, da dort zum Teil weniger als 2 MB für den Transport zur Verfügung stehen. Die beste Lösung wäre nach Auffassung Frank Neilings die Verlegung von Glasfaserkabeln von den bestehenden Vermittlungspunkten zu den unterversorgten Ortsteilen. Das ist teuer.

Die Telekom ist wegen der geringen Bevölkerungsdichte nicht bereit, Glasfaserkabel zu verlegen. Für Ortsteile unter 10 000 Einwohner gibt es allerdings Zuschüsse aus Förderprogrammen. Die greifen jedoch nur, wenn sich die Gemeinde Schermbeck mit 25 Prozent an den Kosten beteiligt. Das ist angesichts der Gemeindeverschuldung nicht zu erwarten.Als Zwischenlösung bietet die Telekom eine Datenübertragung per LTE-Technik an. Diese sorgt zwar für eine schnellere Internetverbindung in der Startphase, hat aber den Nachteil, dass die Übertragungsgeschwindigkeit sich in dem Maße reduziert, wie die Zahl der Nutzer von LTE steigt, so dass von denkbaren 7 MB sehr schnell nur noch 2 MB überbleiben könnten.

Eine andere Möglichkeit stellte Michael Düchting von der Entwicklungs-Agentur Wirtschaft des Kreises Wesel (EAW) vor. Gescheitert ist der bisherige Versuch, eine Breitband-Infrastrukturgesellschaft in der Form einer GmbH unter Beteiligung der dreizehn Kreis-Kommunen zu schaffen. Nun wird angestrebt, von einem Eigenbetrieb des Kreises Wesel den Bau eines Netzes zu realisieren. Dieses Netz soll per Konzession an einen Nutzer vergeben werden. Bis zum Spätsommer glaubt man, die entsprechenden Vorplanungen abgeschlossen zu haben.