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Streit landete vor Gericht

Vermeintliche Körperverletzung

Seine Freundin soll er am Hals gepackt, sie getreten und zu Boden geworfen haben. So lautete die Anklage gegen einen 31-jährigen Dorstener, der sich am Freitag in Wesel vor Gericht verantworten musste.

SCHERMBECK

, 25.04.2014

Am 22. November 2013 war es in der Schermbecker Wohnung der Freundin zu dem Streit gekommen. Der Angeklagte drückte zu Beginn seine Verwunderung darüber aus, dass er auf der Anklagebank Platz nehmen musste. „Ich hatte Nasenbluten, ein blaues Auge und eine Schramme auf der Stirn.“ Die Richterin belehrte ihn, dass seine Frau Strafantrag gestellt habe, nicht er.

Die Aussage der 21-jährigen Freundin, mit der der Angeklagte einen 14 Monate alten Sohn hat, ließ die Richterin allerdings zur Erkenntnis gelangen: „Sie hätten keinen Strafantrag stellen dürfen.“ Der Sohn habe geschrien, berichtete die 21-Jährige. Sie habe ihren Lebensgefährten gebeten, ihr zu helfen. „Er hat das aber nicht so gemacht, wie ich das wollte.“ Daraufhin sei sie wütend geworden. Ihrem Freund schließlich sogar „einen Schlappen an den Kopf geworfen“, woher dessen Verletzungen im Gesicht rührten.

Er habe sie daraufhin festgehalten, um sie zu beruhigen. „Ich habe ihm in den Arm gebissen“, so die „Geschädigte. Als sie schließlich seinen Rucksack aus dem Fenster werfen wollte, habe er sie zur Seite gedrängt, worauf sie gestolpert und hingefallen sei. Sie habe ihre Mutter gerufen, die rief die Polizei. „Ich war sauer“, so die 21-Jährige. Die Staatsanwältin stellte den Antrag, das Verfahren einzustellen – die Kosten trägt also die Staatskasse.

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