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Teenager wollen eine Disco

Abhilfe schaffen

In Dorsten ist das Angebot für Jugendliche am Wochenende sehr gering. Außer diverse Cafes hat die Stadt kaum etwas zu bieten. Will man richtig Feiern und Tanzen, muss man in Städte wie Bottrop, Essen, Oberhausen und so weiter fahren. Damit sind Sprit oder Taxikosten vorprogrammiert.

DORSTEN

12.06.2012
Teenager wollen eine Disco

Jugendliche wünschen sich eines besonders: mehr Tanzflächen.

Für die Jugendlichen über 16, jedoch unter 18, ist am Wochenende kaum etwas zu tun. Daher treffen sich viele auf der Straße. Sie trinken an öffentlichen Orten und versuchen, dadurch wenigstens ein bisschen Spaß zu bekommen, da Dorsten keine anständige Diskothek besitzt und diese, wo man hinfahren könnte, oft erst Einlass ab 18 Jahren gewähren. Ich selbst bekam auf die Frage: „Was macht ihr am Wochenende?“ nur ein trostloses ,,Ja, trinken‘‘ als Antwort. Nikolai, 17 Jahre alt, meinte: „Dorsten ist ein graues Fleckchen Erde, an dem wir Jugendliche uns selbst überlassen sind und keine anständigen Angebote bekommen. Ich werde später auf jeden Fall wegziehen!“ Es ist einfach keine Dauerlösung, dass die Jugendlichen sich auf der Straße herumtreiben müssen. So genannte „Hauspartys“ können auch nicht wöchentlich stattfinden, da die Eltern einem oft einen Strich durch die Rechnung machen. Fragwürdig sind auch die Busverbindungen. Die einzigen Nachtexpresse fahren an den Wochenenden nach Wulfen und Marl.

Was soll man also tun, kommt man aus Schermbeck, Holsterhausen, Östrich oder anderswo? Gerade samstags fährt der letzte Bus nach Schermbeck schon um kurz nach 21 Uhr. Wenn sich nicht bald etwas ändert, und zum Beispiel eine Diskothek oder anderes gebaut wird, in der die Dorstener Jugend an den Wochenenden feiern kann, wird ein Großteil dieser, sobald sie 18 oder älter sind, die Stadt verlassen. Vielleicht sollte der Stadtrat sich mal Gedanken darüber machen, ob es richtig ist, dass viele der Jugendlichen auf der Straße trinken müssen und ob es nicht möglich sei, bald Abhilfe zu schaffen.

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