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Traumnoten für Marienheim und Bossow-Haus

Pflegeeinrichtungen: sehr gut

SCHERMBECK Traumnoten haben die beiden stationären Schermbecker Pflegeeinrichtungen Marienheim und die Seniorenwohnanlage Bossow-Haus in der Stiftung Lühlerheim erhalten.

von Von Berthold Fehmer

, 03.08.2010

Das Marienheim schnitt beim Transparenzbericht des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung mit Note 1,1 ab, das Bossow-Haus kam auf eine 1,2. Im Vergleich zum Landesschnitt von 2,1 liegen beide Häuser damit im Spitzenfeld. Am 17. Juni war das Marienheim geprüft worden, bereits am 29. März das Bossow-Haus. Marienheim-Leiter Klaus Peter Optenhövel zeigte sich „mehr als zufrieden“ mit der Bewertung.

Er verschwieg allerdings auch nicht, dass es seiner Erfahrung nach einen Unterschied zwischen der westfälischen und rheinländischen Benotungs-Praxis gebe. Im Rheinland werde sicherlich nach gleichen Maßstäben geprüft, menschlich aber anders damit umgegangen. So würde bei fehlender Dokumentation einer Leistung im Rheinland nachgesehen, ob das Haus die Leistung tatsächlich erbringe. Während im westfälischen Teil eher nur das zähle, was „schwarz auf weiß“ vorliege. Dadurch lägen die Altenheime im Schermbecker Raum etwa um eine Note besser, als in der westfälischen Nachbarschaft.

Wie setzen sich die einzelnen Noten zusammen? Im Marienheim gab es eine 1,0 für die Soziale Betreuung und Alltagsgestaltung sowie für Wohnen, Verpflegung, Hauswirtschaft und Hygiene. Mit 1,1 wurde die Pflege und medizinische Versorgung eingestuft. Der Umgang mit demenzkranken Bewohnern erhielt die Note 1,3 – hier fehlten den Testern gesicherte Aufenthaltsmöglichkeiten im Freien. Bei der Befragung der Bewohner schien die Zufriedenheit hingegen kaum steigerbar: Sie haben eine 1,0 vergeben. Das Bossow-Haus erhielt ebenfalls in den Disziplinen Soziale Betreuung und Alltagsgestaltung sowie bei Wohnen, Verpflegung, Hauswirtschaft und Hygiene eine 1,0.

Für Pflege und medizinische Versorgung sowie den Umgang mit demenzkranken Bewohnern gab es eine 1,3. Bei der Dekubitusprophylaxe und der Erfassung des individuellen Dekubitusrisikos sahen die Tester Verbesserungsmöglichkeiten. Die Befragung der Bewohner erbrachte aber auch hier eine 1,0.