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Überfall auf Zeitungsboten: Täter legt Revision ein

Raub und Körperverletzung

Im September war ein 18-jährige Dorstener wegen des brutalen Überfalls auf einen Boten der Dorstener Zeitung zu fünfeinhalb Jahren Haft wegen Raubes und gefährlicher Körperverletzung verurteilt worden. Jetzt hat der Anwalt des Täters gegen dieses Urteil Revision eingelegt, wie die Pressestelle des Landgerichts Essen am Montag bestätigte.

Dorsten

, 24.11.2014
Überfall auf Zeitungsboten: Täter legt Revision ein

An der Olbergstraße passierte der brutale Überfall auf unseren Zeitungsboten.

Das Opfer, ein 72-jähriger Dorstener, hatte dem Täter im März auf der Olbergstraße in Holsterhausen eigentlich nur helfen wollen: Er sah beim Austragen der Zeitungen, dass der junge Mann vergeblich versuchte, einen Motorroller zu starten.

Der Zusteller besorgte Werkzeug, ohne zu ahnen, dass der damals 17-Jährige den Roller stehlen wollte. Der Täter mutmaßte dann wegen eines Missverständnisses, dass der Senior den Diebstahl erkannt habe. Er folgte dem 72-Jährigen, fügte ihm mit dem Werkzeug schwere Verletzungen zu und stahl dem Zeitungsboten zudem das Auto – was die Jugendkammer des Landgerichts Essen im September als gefährliche Körperverletzung und schweren Raub wertete.

Nun wird sich der Bundesgerichtshof in Karlsruhe mit dem Urteil des Landgerichts Essen beschäftigen müssen. Wann dies der Fall sein wird, ist noch nicht bekannt. Es handelt sich bei der Revision im Strafrecht um ein rein schriftliches Verfahren.

Das Rechtsmittel der Revision ist für den 18-Jährigen die letze Möglichkeit, die Strafe abzuwenden oder zumindest abzuschwächen. Danach kommt nur noch eine Verfassungsbeschwerde oder bei einem Formfehler gegebenenfalls ein Wiederaufnahmeverfahren vor einer anderen Strafkammer in Betracht.

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