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Verhalten eines Busfahrers sorgt für Ärger

Linie 209

Schwer verärgert über das Verhalten eines Busfahrers der Vestischen ist Ulrike Tauschek. "Weil er seine Pflicht nicht erfüllt hat, hat sich meine Mutter eine Prellung am Kopf zugezogen."

LEMBECK

von Von Michael Klein

, 31.08.2010

Der Vorfall passierte am Samstag gegen 15.40 Uhr am Schloss Lembeck. Dorthin hatte die 90-Jährige mit einer Freundin (beide leben in einem Lembecker Seniorenheim) einen Ausflug gemacht. Als sie mit dem Linien-Bus die Rückfahrt nach Lembeck antreten wollte, bekamen die beiden Seniorinnen Probleme beim Einstieg – wegen ihrer Rollatoren. „Der Busfahrer half ihnen nicht, das musste ein Fahrgast übernehmen“, so Ulrike Tauschek. „Als meine 90-jährige Mutter nach dem Einsteigen sich gerade Halt suchen wollte, da fuhr der Fahrer an und sie fiel hin“, erklärt sie.

Beim Arzt-Besuch am Montag habe sich ihre Mutter röntgen lassen müssen: „Es war alles sehr schmerzhaft für sie“, so die Tochter: „Und ein solcher Sturz ist der Freundin meiner Mutter vor einem Jahr auch widerfahren – auf der gleichen Linie.“ „Es ist normalerweise Pflicht des Busfahrers, sich zu vergewissern, dass alte Leute ihren Sitzplatz eingenommen haben. Und ebenso bei Bedarf aufzustehen, wenn Mütter mit ihren Kinderwagen oder alte Leute Schwierigkeiten beim Einsteigen haben“, meint Ulrike Tauschek. Was Norbert Konegen, Pressesprecher der Vestischen, auch so sieht: „Die Sache tut uns sehr leid.“ Die betreffende Linie 209 werde im Auftrag der Vestischen von einem privaten Bus-Unternehmer befahren. Dessen Fahrer habe erklären lassen, er sei mit dem Ticket-Verkauf beschäftigt gewesen, als die beide Frauen einstiegen. „Dann hätte er aber darauf hinweisen müssen, dass er sich anschließend um sie kümmert“, so Konegen.

Der Fahrer sagte zudem, er habe zwar im Rückspiel gesehen, dass die beiden Seniorinnen standen, habe aber angenommen, sie wollten während der Fahrt stehen bleiben. Nach dem Sturz habe er einen Krankenwagen rufen wollen, das sei aber von der Frau abgelehnt worden.

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