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Vier Varianten für die neue Östricher Brücke

Kanuclub zittert

Vier Varianten für den Neubau der Kanalbrücke in Östrich werden derzeit von den Planern beim Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) getestet. Eine von ihnen würde den Abriss des Bootshauses der Kanu-Freunde Wiking Gladbeck bedeuten.

ÖSTRICH

von Von Berthold Fehmer

, 25.08.2010
Vier Varianten für die neue Östricher Brücke

Die Kanalbrücke wird neu gebaut - aber wie?

Doch diese Möglichkeit beurteilt Oliver Jaswetz, zuständiger Diplom Ingenieur beim WSA nur als "dritt- oder viertbeste Variante". Heißt: Wahrscheinlich ist das nicht. Die wirtschaftlichste Lösung, so Jaswetz, wäre, die Brücke abzureißen und exakt an der gleichen Stelle wieder aufzubauen. Welche Möglichkeit letztlich wirklich zum Tragen kommt, hängt allerdings auch davon ab, wie viel Verkehr die Brücke in Zukunft schultern muss. Aus diesem Grund sollen die Fahrzeuge gezählt werden. "Das wird an einem normalen Wochentag und einem normalen Wochenende gemessen. Und noch einmal in den Ferien", sagt Jaswetz.Großes Paket vor der BrustNötig ist der Abriss der Östricher Brücke aus Altersgründen. "Wir haben ein großes Paket an Brücken vor der Brust", sagt WSA-Abteilungsleiter Kai Römer. Denn die meisten Brückenbauwerke wurden nach dem Krieg errichtet, müssen deshalb nun fast gleichzeitig ersetzt werden. Für die Planer bedeutet das viel Arbeit. Jaswetz bringt das auf eine griffige Formel: "Wir versuchen gerade, mit drei Daumen vier Lecks zu stopfen." Der Zustand der Östricher Brücke liegt laut Jaswetz im Vergleich zu den anderen Kanalbrücken "im Mittelfeld". Da es noch wesentlich dringlichere Fälle gibt, wird deshalb frühestens 2015 an einen Neubau zu denken sein. Wenn eine passende Variante gefunden ist, steht zunächst das Planfeststellungsverfahren an, bei dem unter anderem auch die Beteiligten, also Anlieger wie die Kanu-Freunde gehört werden.Verkehr wird umgeleitetDie hoffen natürlich, dass das Bootshaus von den Baumaßnahmen verschont bleibt. Falls die derzeit favorisierte Variante mit Abriss und Neubau an gleicher Stelle umgesetzt würde, müsste der Verkehr zum Bootshaus und naheliegenden Campingplatz in der Übergangszeit über Gahlen geführt werden. Stefan Targowski, Geschäftsführer der Kanu-Freunde: "Da müsste man dann mit leben."

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