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Vorbestrafter Sexualstraftäter muss für zwei Jahre hinter Gitter

Gerichtsurteil

DORSTEN/ESSEN Ein vorbestrafter Sexualstraftäter aus Dorsten-Hervest muss wieder ins Gefängnis. Der 40-Jährige ist vom Essener Landgericht am Mittwoch zu zwei Jahren Haft ohne Bewährung verurteilt worden. Der Angeklagte hatte sich an der Tochter (13) seiner Lebensgefährtin vergangen, weil er sie attraktiver fand als ihre Mama.

von Von Jörn Hartwich

, 04.08.2010

Mit dem Urteil blieben die Essener Richter deutlich unter dem Antrag der Staatsanwaltschaft, die dreieinhalb Jahre Haft plus anschließende Sicherungsverwahrung (SV) beantragt hatte.   Der Angeklagte hatte nach früheren Gewalttaten gegenüber Frauen (Vergewaltigung) neun Jahre im Maßregelvollzug verbracht. Nach seiner Entlassung begann er ein Verhältnis mit der Mutter der 13-Jährigen, an der er zuletzt aber offenbar kein sexuelles Interesse mehr hatte.   An der Tochter dagegen schon. In der Nacht zum 29. März hat er die Schülerin in seine Wohnung gelockt, sie gepackt und zum Sex aufgefordert. „Ich liebe dich, ich will mit dir zusammen sein.“ So oder so ähnlich soll er sich damals geäußert haben.

Dass es bei Grabschattacken und einem Kuss geblieben ist, ist möglicherweise nur der Gegenwehr des Mädchens zu verdanken, die sich mit einem Messer verteidigt, dabei aber selbst verletzt hat. Sicherungsverwahrung Ja oder Nein? Die Richter haben sich am Ende gegen die zeitlich unbefristete Anordnung entschieden. Im Urteil hieß es dazu: „Der Angeklagte gehört noch nicht in die SV.“

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