Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Marlerin soll Komplizin des „Fressnapf“-Räubers sein

Prozess am Essener Landgericht

Sie soll die Komplizin eines Serienräubers sein, jetzt steht die Frau selbst vor dem Essener Landgericht. Sie leugnet aber jegliche Tatbeteiligung.

Dorsten/Essen

, 04.05.2018
Marlerin soll Komplizin des „Fressnapf“-Räubers sein

Eine 42-jährige Marlerin muss sich am Essener Landgericht verantworten. © Foto: dpa

Eine fünffache Mutter steht unter dem Verdacht, die Komplizin eines Serienräubers gewesen zu sein. Sie selbst beteuerte zum Prozessauftakt jedoch ihre Unschuld.

Vom Ex-Freund verpfiffen

Dass die 42-Jährige überhaupt auf der Anklagebank sitzt, hat sie ihrem Ex-Freund zu verdanken. Der war im Mai 2017 nach einer Serie von Raubüberfällen in Dorsten, Haltern und Marl zu sechs Jahren Haft verurteilt worden. Vorher hatte er den Richtern seine mutmaßliche Mittäterin genannt.

Die Marlerin war festgenommen worden und saß rund sechs Wochen in Untersuchungshaft. Danach war der Haftbefehl aufgehoben worden – wegen mangelnden Tatverdachts. Zum Prozess kam es nun aber trotzdem. Die Angeklagte hatte den sogenannten „Fressnapf-Räuber“ über eine Partnerbörse im Internet kennengelernt. Am Ende war man im Streit auseinandergegangen. „Ich glaube, er wollte sich nur rächen“, sagte die 42-Jährige im Prozess am Essener Landgericht.

Zwei Überfälle in Dorsten

Laut Anklage soll sie bei allen sechs Überfällen dabei gewesen sein. Auch am 4. April und am 24. August 2016, bei zwei Überfällen auf die Fressnapf-Filiale an der Bochumer Straße in Dorsten. Dort waren laut Anklage insgesamt rund 10.000 Euro erbeutet worden. Dass der Täter eine Komplizin hatte, stand immer fest.

Gleich mehrere Zeugen hatten von einer Frau berichtet, die entweder in der Nähe war oder den Fluchtwagen gefahren hat. Außerdem gibt es Aufzeichnungen von Überwachungskameras. Problem: Viele Beschreibungen und Fotos passen nicht zu der Angeklagten.

Lesen Sie jetzt