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Wo dürfen Roller und Motorräder in Dorsten abgestellt werden?

Keine Parkplätze für Roller

Auf Gehwegen dürfen sie nicht stehen. Auf Pkw-Parkplätzen erregen sie Ärgernis. Speziell für sie ausgewiesene Parkflächen gibt es kaum. Sind Motorräder in der Stadt Dorsten unerwünscht?

Dorsten

, 08.05.2018
Wo dürfen Roller und Motorräder in Dorsten abgestellt werden?

Die rot umrandeten Schilder an der Einfahrt zur Mercaden-Tiefgarage warnen deutlich: Zufahrt für Motor- und Fahrräder verboten! © Foto: Anke Klapsing-Reich

„Was soll die Karre hier?“ Ein Rollerfahrer, der nicht genannt werden möchte, hat sich schon viel Unflat anhören müssen, wenn es um sein geparktes Zweirad geht. „Ich weiß, dass ich auf dem Gehweg verkehrswidrig parke, aber wohin soll ich meinen Roller denn stellen, wenn ich einmal auf eine Tasse Kaffee ins Mercaden-Einkaufszentrum gehe?“ Stellt er es zu den Fahrrädern am Eingang, riskiert er ein Knöllchen: „20 Euro. Und wenn es noch verkehrsbehindernd abgestellt ist, 30 Euro!“, bestätigt Stadtpressesprecherin Lisa Bauckhorn auf unsere Anfrage.

Einfahrt verboten

Mercaden-Tiefgarage geht auch nicht: Mit rot umrandeten Verbotsschildern am Eingang macht der Pächter darauf aufmerksam, dass Motor- und Fahrrädern die Einfahrt verweigert wird. „Belege ich ganz legal einen normalen Auto-Stellplatz in der Umgebung, riskiere ich, dass mir verärgerte Autofahrer den Roller umschmeißen“, weiß der Dorstener aus Erfahrung und fragt: „Warum gibt es eigentlich keine speziell für Roller- und Motorräder ausgewiesenen kleineren Stellplätze, so wie sie beispielsweise in unserer Nachbarstadt Bottrop zu finden sind?“ Er selbst sei mit diesem Anliegen in Dorsten schon von Pontius nach Pilatus gelaufen, ohne eine befriedigende Auskunft bekommen zu haben.

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Die Anfrage im Pressebüro der Stadt belegt, dass ausgewiesene Parkflächen für motorisierte Zweiradfahrer rar gesät sind. „Es gibt eine Fläche am Rathaus, hinter dem Windor-Gebäude, für Schüler des Berufskollegs“, bestätigt Lisa Bauckhorn.

Eine kurzfristige Maßnahme angedacht

Eine weitere mit zehn Stellplätzen solle demnächst im Rathausumfeld eingerichtet werden. Ansonsten vertröstet sie die Betroffenen auf das Verkehrsgesamtkonzept für die Altstadt, das seit vielen Jahren im Gespräch sei: „In diesem Paket sind die Ampelschaltungen, ein Parkleitsystem und auch die Ausweisung von Motorrad-Stellplätzen enthalten. Aber das braucht noch Zeit“, so die Pressesprecherin.

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Kurzfristiger erfolge die Maßnahme, die für das Parkhaus am Gymnasium Petrinum angedacht sei: „Dort sollen geschützte Parkmöglichkeiten für Zweiräder geschaffen werden, allerdings gebührenpflichtig“, sagt Lisa Bauckhorn.

Das alles überzeugt den unzufriedenen Rollerfahrer nicht: „Ich jedenfalls trinke keinen Kaffee mehr in den Mercaden“, hat er wortwörtlich „den Kaffee auf“.

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