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Weihnachtsschmuck feiert seinen 50. Geburtstag

Überraschung für Gratulanten

Der Dorstener Weihnachtsschmuck wird in diesem Jahr 50 Jahre alt. Aus Anlass dieses Geburtstages hat sich die Dorstener Interessengemeinschaft Altstadt (DIA) eine kleine Überraschung ausgedacht.

Dorsten

, 19.11.2014
Weihnachtsschmuck feiert seinen 50. Geburtstag

Franz Veelmann (r.) vom Fernmeldebau Baumann hat schon vor 50 Jahren mitgeholfen, die ersten Weihnachtssterne in den Dorstener Himmel zu bringen. Auch Manfred Hürland (l.) und Stephan Reken sind echte Fans des traditionellen Schmuckes.

Hätte Stadtarchivarin Christa Setzer nicht zufällig in dem alten Zeitungsband der Ruhr Nachrichten von 1964 geblättert, dann wäre der 50. Geburtstag des Dorstener Weihnachtssterns wohl im Regaldunkel verstaubt. Welch Glück, dass er nun doch gefeiert werden kann: Zu seiner offiziellen „Erleuchtung“ am traditionellen Katharinenmarkt-Tag (27.11.) sind Gratulanten herzlich willkommen.

Es war Elektromeister Schulte-Althoff, der am 6. Oktober 1964 einen ersten praktischen Versuch unternahm und den Prototyp eines Tannengrün-befüllten, mit 60 Lampen umrahmten Sternes vor seinem Geschäft am Recklinghäuser Tor in den Himmel hängte. Wie der Zeitungsartikel vom 7.10.1964 berichtet, hatte die Werbegemeinschaft kurz zuvor beschlossen, die wenig attraktiven Lichtermasten des vorherigen Jahres durch einen neuen Weihnachtsschmuck zu ersetzen. Dass ihre zündende Idee auch 50 Jahre später noch die Stadt zur Weihnachtszeit erleuchten würde, konnten die Kaufleute damals natürlich nicht wissen.

Manfred Hürland und Stephan Reken zählen in der Dorstener Interessengemeinschaft Altstadt (DIA) zu den Vertretern der „Traditionalisten“, die für nerviges Lichtgeflacker und kitschige Leucht-Rentiere wenig übrig haben: „Wir hören – besonders von auswärtigen Besuchern – immer wieder viel Lob über unseren Weihnachtsschmuck, der sich wohltuend von der Deko in anderen Städten abhebe“, ist der DIA der Sternenschmuck lieb und vor allem auch teuer: Insgesamt 31.000 Euro muss DIA-Kassierer Manfred Hürland alle Jahre wieder von den Hausbesitzern beziehungsweise den Geschäftsleuten eintreiben.

Bereits im September schickt er rund 260 Rechnungen ’raus. Die Zahlungsmoral sei momentan nicht zu beklagen, auch wenn es immer mal wieder einige ,Trittbrettfahrer‘, gebe, die ohne finanzielle Beteiligung von dem Lichterglanze profitierten, berichtet Manfred Hürland. Die Lagerung der Sterne beim Betrieb Baumann, die Dekoration mit echtem Tannengrün bei „Blumen Küper Gröting“, die Kabelverlegung in der Innenstadt, das Aufhängen, das Abhängen, die Entsorgung des Tannengrüns – der große Aufwand rechtfertigt den Preis. „Wir hängen rund 50 Sterne auf, dazu kommen insgesamt 200 Meter Girlande für die fünf Tore“, rechnet Franz Veelmann zusammen. Der Mitarbeiter der Firma Baumann war schon vor 50 Jahren dabei, als der erste Stern im Dorstener Weihnachtshimmel aufging. „Früher mussten wir noch die Leiter hochklettern“, weiß er heute den Hubsteiger zu schätzen. Außerdem habe man erst nach Ladenschluss arbeiten dürfen, denn: „Damals fuhren ja noch Autos durch die Innenstadt.“

Am Katharinenmarkt (27.11.) werden die Sterne wieder leuchten. „Die ersten 50 Leute, die dann in der Zeit zwischen 12.30 und 13 Uhr an die Eisfläche kommen und Bürgermeister Stockhoff, Stephan Reken oder Manfred Hürland zum Sternengeburtstag gratulieren, erhalten eine kleine Überraschung“, verspricht die DIA.

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