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Zeitzeugen erzählen ihre bewegenden Geschichten

Neues Buch "Kriegskinder"

Ein neues Buch ist erschienen. Eines, das aus dem Rahmen fällt. Das es nicht überall zu kaufen gibt. Und das ein besonderes Kapitel der Dorstener Stadtgeschichte aus ungewöhnlicher Perspektive beleuchtet: "Kriegskinder - Dorstener Zeitzeugen erzählen".

DORSTEN

von Von Klaus Dieter Krause

, 31.08.2010
Zeitzeugen erzählen ihre bewegenden Geschichten

Der Verkauf hat begonnen: Dr. Josef Ulfkotte (l.) und Bürgermeister Lambert Lütkenhorst (r.) erhielten von Autorin Anke Klapsing-Reich und dem Verlagsleiter der Dorstener Zeitung, Christoph Winck, die ersten Exemplare des Buches über Dorstener Kriegskinder.

Das Erscheinungsdatum 1. September ist kein Zufall. Auf den Tag genau vor 71 Jahren begann mit dem deutschen Angriff auf Polen ein Krieg, der die halbe Welt in Schutt und Asche legte. Auch Dorsten. Die 37 „Kriegskinder“-Kapitel wirken wie Pillen, die bittere Erinnerungen wachhalten. Und deren heilsamer Wirkung sich der Leser nicht entziehen kann: Wer nach dieser Lektüre nicht begreift, was Krieg bedeutet, wie der mörderische Wahnsinn nicht nur die Soldaten an der Front, sondern auch die Menschen in der vertrauten Heimat in einen Sog aus Angst, Schrecken und Entbehrung reißt, dem ist kaum zu helfen.

Das Rezept ist ebenso einfach wie einleuchtend. Hier kommen keine Historiker zu Wort, die mit der ihnen eigenen Fachsprache Vergangenheit wissenschaftlich aufarbeiten und weltpolitische Zusammenhänge herstellen. Hier kommen statt dessen Menschen zu Wort, die vielleicht mit unseren Eltern oder Großeltern bekannt gewesen sind. Die in schlichten Worten von Schauplätzen berichten, die wir alle kennen. Und die uns mit den Geschichten aus ihrer Kindheit die Tage miterleben lassen, in denen das Grauen namens Krieg Dorsten beherrschte. Herausgeberin Anke Klapsing-Reich hatte sich beim Kriegskinder-Projekt ein besonderes Ziel gesetzt. Sie wollte der vergessenen Generation eine Stimme geben. Ganz persönliche Erinnerungen aufzeichnen, die lange verdrängt waren oder ungehört blieben, weil in der Nachkriegszeit niemand etwas davon wissen wollte.

Umso wichtiger, dass dieses Protokoll doch noch ans Licht der Öffentlichkeit kam. Erst als Zeitungsserie, jetzt in Buchform. Ein Mosaik, in dem viele Einzelschicksale von Kriegskindern ein Gesamtbild ergeben, das niemand unberührt lässt. Dies ist den bewegenden Berichten zu verdanken. Ein Dankeschön für ihre Unterstützung geht auch an den Dorstener Verein für Orts- und Heimatkunde und den Trägerverein Altes Rathaus. 

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