Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Dortmund steht meistens schlecht da

12.03.2018
Dortmund steht meistens schlecht da

Dortmund belegt in Städterankings häufig die hinteren Plätze.(A) Neubauer © Oskar Neubauer

Von Thomas Thiel

Jeder kennt die Rangliste der Fußball-Bundesliga. Wer da ganz oben steht (meistens sind das die Bayern aus München), ist der Beste. Und wer unten steht, ist schlecht. Im Fußball geht es Dortmund ganz gut, da stehen die Borussen momentan auf Platz 3.

Weil die Menschen Ranglisten mögen, gibt es auch mehrere Ranglisten, in denen die deutschen Städte miteinander verglichen und sortiert werden. Die werden „Rankings“ genannt, weil das englisch ist und cooler klingt. Und da hat Dortmund ein Problem. Denn bei diesen Ranglisten liegt Dortmund meist sehr weit hinten.

Das ärgert viele in der Stadt, besonders die Politiker im Rathaus und die Wirtschaftsförderer. Deren Job ist es nämlich, dafür zu sorgen, dass es Dortmund wirtschaftlich so gut wie möglich geht. Sie sagen, dass Dortmund doch gar nicht so schlecht ist. Sie sagen, dass falsche Statistiken für die Rankings benutzt werden und dass man sowieso Dortmund nicht mit den ganz großen Millionenstädten und kleinen Dörfern in den Alpen vergleichen kann.

Doch so einfach ist es auch nicht. Das grundlegende Problem ist, dass die Rankings vor allem wirtschaftliche Zahlen auswerten. Und da ist Dortmund nun mal schlecht, sagen Statistiker. Weil in den letzten Jahrzehnten viele Leute ihre Jobs in Stahlwerken und Bergwerken verloren haben, gibt es hier viel mehr Langzeitarbeitslose als anderswo in Deutschland. Und wo es viele Arbeitslose gibt, ist auch das Einkommen geringer.

Übrigens gilt das auch für andere Städte aus dem Ruhrgebiet wie Gelsenkirchen, Bochum oder Duisburg.