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13 verletzte Polizisten bei Neonazi-Demos in City und Nordstadt

Massive Gegen-Proteste

Mit Blockaden konnten mindestens 300 Demonstranten am Samstag eine Nazi-Kundgebung in der City massiv stören. Dabei verletzten Linksautonome 13 Beamte mit einer Chemikalie im Gesicht. Die Neonazis beendeten ihre erste Demo überraschend schnell - um dann in die Nordstadt zu ziehen. Ein Überblick vom Tag.

DORTMUND

, 22.08.2014
  • Blockaden von 300 Neonazi-Gegnern auf der Katharinenstraße und Schmiedingstraße waren erfolgreich
  • Frist zur Blockaderäumung verstrich ohne Konsequenzen
  • Kurzfristig gab es dritte Blockade von Antifa-BVB-Fans an der Kampstraße
  • Neonazis versuchten, zu Blockade durchzubrechen, Polizei verhinderte das
  • Für 15 Uhr geplante Neonazi-Demo verzögerte sich um fast eine Stunde
  • Neonazis mussten Kundgebung eingekesselt an der Kampstraße abhalten
  • Demo wurde nach nur Dreiviertelstunde beendet.
  • Zusammenstöße zwischen Polizei und Nazi-Gegnern bei Abreise
  • Demo von CSD-Teilnehmern mit 400 Teilnehmern am Fuße der Katharinentreppe
  • CSD an Reinoldikirche läuft ohne besondere Vorkommnisse
  • Neonazis ziehen vor besetzte Kirche in der Nordstadt
  • Polizisten mit unbekannter Chemikalie in Gesichtern verätzt

Die Blockade-Initiative "Blockado" wirft der Polizei vor, die am Samstagmorgen angemeldete Nazi-

Kundgebung am Abend in der Nordstadt "geheim" gehalten zu haben. In einer Abschlussmeldung informiert Einsatzleiter Dieter Keil über 13 Polizisten, die auf der Kampstraße von Linksautonomen mit einer unbekannten Chemikalie angegriffen und verletzt worden seien. Die Täter hätten die von der Polizei für friedlichen Protest ermöglichte Nähe zwischen Nazis und Gegendemonstranten ausgenutzt, um Straftaten auszuüben. Steinwürfe auf der Enscheder Straße gegen Polizisten hätten "schwerste Verletzungen" verursachen können. Die Steine seien aus der besetzten Albertus-Magnus-Kirche geworfen worden.

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Blockierer sperren die Katharinenstraße gegen Nazis

Das Blockade-Bündnis "Blockado" hat am Samstag ab 13 Uhr die Katharinenstraße in der Dortmunder Innenstadt gesperrt, um eine Nazi-Kundgebung zu verhindern. Immer mehr Demonstranten nehmen an der Blockade teil.
23.08.2014
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Ein Blockade-Besucher kam aus Köln.© Foto: Peter Bandermann
Blockade auf der Katharinenstraße.© Foto: Peter Bandermann
Blockado machte die Katharinenstraße ab 13 innerhalb weniger Sekunden dicht. Eine Nazi-Kundgebung konnte dort deshalb nicht stattfinden.© Foto: Peter Bandermann
Blockierer auf der Katharinenstraße.© Foto: Peter Bandermann
Polizei in Blockierer auf der Katharinenstraße.© Foto: Peter Bandermann
Blockierer auf der Katharinenstraße.© Foto: Peter Bandermann
Polizei und Blockierer (im Hintergrund) auf der Katharinenstraße.© Foto: Peter Bandermann
Bereitschaftspolizei auf der Katharinenstraße. Im Hintergrund Blockierer.© Foto: Peter Bandermann
Bereitschaftspolizei auf der Katharinenstraße.© Foto: Peter Bandermann
Auch die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft protestierte gegen Nazis.© Foto: Peter Bandermann
Polizisten auf der Katharinenstraße.© Foto: Peter Bandermann
Polizisten auf der Katharinenstraße.© Foto: Peter Bandermann
Polizisten auf der Katharinenstraße.© Foto: Peter Bandermann
Die Blockade auf der Katharinenstraße in Dortmund.© Foto: Peter Bandermann
Ein Hubsschrauber der Bundespolizei über der Innenstadt.© Foto: Peter Bandermann
Die Blockade auf der Katharinenstraße in Dortmund.© Foto: Peter Bandermann
Die Blockade auf der Katharinenstraße in Dortmund.© Foto: Peter Bandermann
Die Blockade auf der Katharinenstraße in Dortmund.© Foto: Peter Bandermann
Die Blockade auf der Katharinenstraße in Dortmund.© Foto: Peter Bandermann
Die BVB-Fans Sascha (links) und Andreas wollen, "das Dortmund schwarzgelb und nicht braun" ist.© Foto: Peter Bandermann
Auch BVB-Fans nehmen an der Blockade teil.© Foto: Peter Bandermann
Auch Jungsozialisten aus Erfstadt sind dem Blockade-Aufruf gefolgt.© Foto: Peter Bandermann
Die Blockade auf der Katharinenstraße in Dortmund.© Foto: Peter Bandermann
Die Blockade auf der Katharinenstraße in Dortmund.© Foto: Peter Bandermann
Auch BVB-Fans beteiligen sich an den Blockaden.© Foto: Peter Bandermann
Die zweite Blockade steht / sitzt seit 13.35 Uhr in der Schmiedingstraße.© Foto: Peter Bandermann
Die Blockade auf der Katharinenstraße in Dortmund. Seit 13 Uhr ist der Platz von Antifaschisten besetzt.© Foto: Peter Bandermann
Die Polizei ist vor Ort, aber mit deutlicher weniger Einsatzkräften als sonst (Stand: 14 Uhr).© Foto: Peter Bandermann
Beginn der Blockade in der Schmiedingstraße.© Foto: Peter Bandermann
Blockade Nummer 2 - in der Schmiedingstraße.© Foto: Peter Bandermann
Schlagworte Innenstadt

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Nazis bei besetzter Kirche: Polizeieinsatz in der Nordstadt

Auf der Enscheder Straße mussten Polizisten zahlreiche Nazis daran hindern, bis zu einer leer stehenden und von Autonomen besetzten Kirche vorzudringen. Die Polizisten wurden von Unbekannten mit Steinen beworfen. Auf dem Dach der Kirche waren vermummte Personen.
23.08.2014
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Vermummte Hausbesetzer auf dem Dach der Kirche in der Enscheder Straße.© Foto: Peter Bandermann
Auch das Blockade-Bündnis Blockado erklärte sich mit den Kirchen-Besetzern solidarisch.© Foto: Peter Bandermann
"Besetzt": die Albertus-Magnus-Kirche in der Nordstadt im August 2014.© Foto: Peter Bandermann
Zu den Feinden gehört auch die Polizei.© Foto: Peter Bandermann
"Raum-Räuber": Transparten der Kirchen-Besetzer vor dem 2007 entweihten Gotteshaus.© Foto: Peter Bandermann
Nazi-Gegner vor der Kirche in der Enscheder Straße.© Foto: Peter Bandermann
Vermummte Kirchen-Besetzer auf dem Dach des 2007 entweihten Gotteshauses, das zurzeit leer steht. Die Besetzer wollen dort ein Stadtteilzentrum aufbauen.© Foto: Peter Bandermann
Ein maskierter Kirchen-Besetzer auf dem Dach der besetzten Albertus-Magnus-Kirche in der Nordstadt.© Foto: Peter Bandermann
Vermummte Kirchen-Besetzer in der Nordstadt.© Foto: Peter Bandermann
Ein vermummter Hausbesetzer auf dem Dach der besetzten Kirche.© Foto: Peter Bandermann
Polizisten auf der Ensscheder Straße.© Foto: Peter Bandermann
Polizisten einer Einsatzhundertschaften stehen auf der Enscheder Straße. Zu ihren Füßen: Reste von zerschlagenen Steinen, mit denen sie beworfen worden sind.© Foto: Peter Bandermann
Blockado-Blockierer sind nach dem Protest gegen Nazis in der Innenstadt in die Enscheder Straße gefahren, um auch hier gegen Rechtsextremisten auf die Straße zu begehen.© Foto: Peter Bandermann
Antifaschisten besetzen die Treppe vor der Albertus-Magnus-Kirche, die 2007 entweiht wurde und leer steht.© Foto: Peter Bandermann
Polizeieinsatz auf der Enscheder Straße.© Foto: Peter Bandermann
Polizeieinsatz in der Enscheder Straße.© Foto: Peter Bandermann
Polizeieinsatz auf der Enscheder Straße. In der Mitte sammeln Kriminalbeamte Steine ein, mit denen Polizisten beworfen worden sind.© Foto: Peter Bandermann
Polizeieinsatz auf der Enscheder Straße.© Foto: Peter Bandermann
Blick auf das Dach der besetzten Kirche.© Foto: Peter Bandermann
Blick in die Enscheder Straße: Während Rechtsextremisten 100 Meter entfernt auf der Stahlwerkstraße eine Kundgebung halten, setzen sich Nazi-Gegner schützen auf die Treppe (hinten) der besetzten Albertus-Magnus-Kirche.© Foto: Peter Bandermann
Ein maskierter Hausbesetzer auf dem Dach der besetzten Albertus-Magnus-Kirche.© Foto: Peter Bandermann
"Nehmt euch die Häuser - Solidarität mit allen Freiräumen": Transparent, herab gelassen vom Dach der besetzten Kirche.© Foto: Peter Bandermann
Eine schwarze Fahne weht von dem Kirchendach in der Enscheder Straße hinab.© Foto: Peter Bandermann
Antifaschistische Initiativen erreichen die Enschedestraße, nur wenige Meter von einer Nazi-Kundgebung entfernt. Polizisten laufen entgegen und bilden eine Kette.© Foto: Peter Bandermann
Antifaschistische Demonstranten auf der Treppe einer besetzten Kirche.© Foto: Peter Bandermann
Schlagworte Nordstadt, Innenstadt

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Nordstadt: Protest gegen Nazi-Kundgebung

Nach den Blockaden im Dortmunder Zentrum sind Neonazis in die Nordstadt gefahren, um dort gegen die Besetzung einer Kirche in der Enscheder Straße zu protestieren. Sie stießen auf lauten und friedlichen Widerstand.
23.08.2014
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Beine einer Nazi-Frau.© Foto: Peter Bandermann
In dieser von DSW21 bereitgestellten Bahn fuhren die Nazis davon.© Foto: Peter Bandermann
Die Polizeikette hinderte die Nazis daran, bis zur besetzten Kirche vorzudringen.© Foto: Peter Bandermann
Polizisten hinderten die Neonazis daran, bis zu einer besetzten Kirche in der Enschedestraße vorzudringen.© Foto: Peter Bandermann
Viele Nordstädter mit ausländischen Wurzeln waren auf die Straßen gegangen, um gegen Nazis zu protestieren.© Foto: Peter Bandermann
Die Oestermärsch war während der Nazi-Kundgebung gesperrt. Über eine Stunde lang fuhren auch die Bahnen nicht.© Foto: Peter Bandermann
Die Nazi-Kundgebung auf der Stahlwerkstraße / Ecke Oestermärsch.© Foto: Peter Bandermann
Antifaschistische Initiativen erreichen die Enschedestraße, nur wenige Meter von einer Nazi-Kundgebung entfernt. Polizisten laufen entgegen und bilden eine Kette.© Foto: Peter Bandermann
Antifaschistische Demonstranten auf der Treppe einer besetzten Kirche.© Foto: Peter Bandermann
Einsatzbesprechung auf der Enschedestraße.© Foto: Peter Bandermann
Hundertschaften der Polizei umstellten die Neonazis.© Foto: Peter Bandermann
Kaum waren die Nazis in der Nordstadt, zog es viele Bürger auf die Straße - die meisten hatten ausländische Wurzeln.© Foto: Peter Bandermann
Rede in der Oestermärsch in der Nordstadt. Die Neonazis forderten die Räumung einer Kirche, die besetzt worden ist und zu einem Stadtteilzentrum aufgebaut werden soll.© Foto: Peter Bandermann
Nordstädter mit ausländischen Wurzeln protestierten lautstark gegen Nazis - sie ließen sich den Aufmarsch der Rechtsextremisten nicht wortlos gefallen.© Foto: Peter Bandermann
Schlagworte Nordstadt, Innenstadt

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Die Arbeit der Polizei an einem unruhigen Demo-Samstag

Bei Demonstration gegen Neonazis n Dortmund sind 13 Polizisten von Linksautonomen mit einer unbekannten flüssigen Chemikalie angegriffen und verletzt worden. Die Polizisten ermöglichten Nähe zwischen Neonazis und Antifa-Aktivisten. Das wurde ihnen zum Verhängnis. Hier mehr Bilder von der Arbeit der Polizei an einem unruhigen Demonstrations-Samstag.
23.08.2014
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Polizisten umstellten die Nazi-Demonstration in der Stahlwerkstraße.© Foto: Peter Bandermann
Polizisten hinderten die Neonazis daran, bis zu einer besetzten Kirche in der Enscheder Straße vorzudringen.© Foto: Peter Bandermann
Antifaschistische Initiativen erreichen die Enschedestraße, nur wenige Meter von einer Nazi-Kundgebung entfernt. Polizisten laufen entgegen und bilden eine Kette.© Foto: Peter Bandermann
Einsatzbesprechung auf der Enscheder Straße.© Foto: Peter Bandermann
Ein Kamerawagen der Polizei hat sein Stativ ausgefahren (rechts im Bild): Filmende Beweissicherer auf den Enscheder Straße, wo Neonazis und Nordstadt-Bürger mit ausländischen Wurzeln aufeinander treffen.© Foto: Peter Bandermann
Polizei in Blockierer auf der Katharinenstraße.© Foto: Peter Bandermann
Polizisten auf der Kampstraße. Im Hintergrund Neonazis, denen strenge Auflagen für eine Kundgebung erteilt worden sind.© Foto: Peter Bandermann
Bereitschaftspolizei auf der Katharinenstraße. Im Hintergrund Blockierer.© Foto: Peter Bandermann
Bereitschaftspolizei auf der Katharinenstraße.© Foto: Peter Bandermann
Polizisten auf der Katharinenstraße. Sie mussten Demonstranten zurück halten und Passanten ziehen lassen. Jedesmal neu unterscheiden.© Foto: Peter Bandermann
Bereitschaftspolizei hält Neonazis auf der Kampstraße zurück.© Foto: Peter Bandermann
Blockierer auf der Kampstraße. Polizisten wollten sie davon überzeugen, die Straße zu räumen. Als Bereitschaftspolizei vorrücken musste, drängten die 70 Neonazis nach vorn.© Foto: Peter Bandermann
Polizisten vor der dritten Blockade des Tages. Zuvor hatten die Demonstranten noch Fußball gespielt.© Foto: Peter Bandermann
Polizeieinsatz auf der Kampstraße.© Foto: Peter Bandermann
Polizeieinsatz auf der Kampstraße.© Foto: Peter Bandermann
Polizeieinsatz auf der Kampstraße.© Foto: Peter Bandermann
Einsatz auf der Kampstraße: Bereitschaftspolizei versucht, Demonstranten abzufangen.© Foto: Peter Bandermann
Nazi-Gegner auf der Kampstraße in Dortmund.© Foto: Peter Bandermann
Polizeieinsatz auf der Kampstraße.© Foto: Peter Bandermann
Neonazis während einer verlegten Standkundgebung auf der Kampstraße am Café Kleimann, dazwischen Polizei und rechts die Gegendemonstranten.© Foto: Peter Bandermann
Polizeieinsatz auf der Kampstraße.© Foto: Peter Bandermann
Polizeieinsatz auf der Kampstraße. Im Hintergrund ein Transparent der Neonazis.© Foto: Peter Bandermann
Polizeieinsatz auf der Kampstraße.© Foto: Peter Bandermann
Polizeieinsatz auf der Kampstraße.© Foto: Peter Bandermann
Polizeieinsatz auf der Kampstraße.© Foto: Peter Bandermann
Die Nazi-Kundgebung am Ende: Die Rechtsextremisten müssen darauf warten, dass die Polizei ihnen den Weg frei macht. Zuvor hatten die Neonazis der Polizei noch mit Konsequenzen nach einem "politischen Systemwechsel" gedroht.© Foto: Peter Bandermann
Polizeieinsatz auf der Kampstraße.© Foto: Peter Bandermann
Zwischen den Fronten: Polizisten trennen Nazi-Gegner von den Rechtsextremisten. Damit übernehmen sie eine Schutzfunktion für beide Seiten und ermöglichen das Recht aufs Demonstrieren.© Foto: Peter Bandermann
Die Polizei will antifaschistische Gruppen (hinten) zurück drängen, um für die Nazis eine schmale Gasse zu bilden, damit sie abziehen können.© Foto: Peter Bandermann
Zwischen den Fronten: Bereitschaftspolizei trennt Neonazis (vorn) und Nazi-Gegner auf der Kampstraße. Denn sonst hätte es Verletzte unter den Demonstranten geben können.© Foto: Peter Bandermann
Polizisten im Einsatz auf der Kampstraße: Sie mussten sich zwischen Rechtsextremisten, die ihnen gedroht hatten, und Nazi-Gegner schieben.© Foto: Peter Bandermann
Rangelei auf der Kampstraße: Eingehakt versuchen Polizisten, Nazi-Gegner zurück zu halten, damit die Rechtsextremisten durch eine schmale Gasse abziehen können.© Foto: Peter Bandermann
Zwischen Rechtsextremisten und Nazi-Gegnern: Polizisten mussten Demonstrationen schützen.© Foto: Peter Bandermann
Schlagworte Dortmund

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Kampstraße: Nazis von Gegendemonstranten in die Ecke gedrängt

Über 300 Demonstranten haben durch Blockaden eine Nazi-Kundgebung auf der Katharinenstraße verhindert. Die Nazis wurden auf der benachbarten Kampstraße in die Ecke gestellt. Diese Bilder zeigen die Rechtsextremisten.
23.08.2014
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Neonazis auf der Kampstraße in Dortmund.© Foto: Peter Bandermann
Neonazis auf der Kampstraße in Dortmund.© Foto: Peter Bandermann
Neonazis auf der Kampstraße in Dortmund.© Foto: Peter Bandermann
Die Partei "Die Rechte" forderte schon oft und bisher vergeblich die Aufhebung des 2012 ausgesprochenen Verbots gegen der verfassungsfeindlichen Nationalen Widerstand Dortmund (NWDO).© Foto: Peter Bandermann
Neonazis auf der Kampstraße in Dortmund.© Foto: Peter Bandermann
Neonazis auf der Kampstraße in Dortmund.© Foto: Peter Bandermann
Neonazis auf der Kampstraße in Dortmund.© Foto: Peter Bandermann
Neonazis auf der Kampstraße in Dortmund.© Foto: Peter Bandermann
Neonazis auf der Kampstraße in Dortmund.© Foto: Peter Bandermann
Schnell noch ein Foto.© Foto: Peter Bandermann
Neonazis auf der Kampstraße in Dortmund.© Foto: Peter Bandermann
Neonazis auf der Kampstraße in Dortmund.© Foto: Peter Bandermann
Neonazis auf der Kampstraße in Dortmund.© Foto: Peter Bandermann
Neonazis auf der Kampstraße in Dortmund.© Foto: Peter Bandermann
Etwa 70 Rechtsextremisten nahmen an der Standkundgebung auf der Kampstraße teil.© Foto: Peter Bandermann
Neonazis durch Gegendemonstranten in die Ecke gedrängt auf der Kampstraße.© Foto: Peter Bandermann
Eigentlich wollten die Rechtsextremisten auf der Katharinenstraße stehen - doch durch Blockaden wurden sie daran gehindert.© Foto: Peter Bandermann
Neonazis während einer Kundgebung auf der Kampstraße in Dortmund.© Foto: Peter Bandermann
Schlagworte Dortmund, Innenstadt

Die Lage in der Nordstadt hat sich entspannt, die Neonazis sind auf dem Heimweg. Wir beenden unseren Ticker. Vielen Dank für Ihr Interesse! Einen Nachtrag werden wir noch liefern, wenn die Abschlussmeldung der Polizei kommt.

Die Neonazis wurden in einer extra von DSW21 bereitgestellten Stadtbahn abtransportiert. Die Polizei will sie so geschlossen aus der Nordstadt herausbringen, um weitere Zusammenstöße zu verhindern.

Während die Rechtsextremen auf die Bahn warteten, nutzten Anwohner die Zeit, um die Neonazis nach Strich und Faden zu veräppeln. "Das hatte fast schon Comedy-Charakter", meint unser Reporter vor Ort.

Die Neonazis haben ihre Kundgebung in der Nähe der besetzten Kirche für beendet erklärt. So spontan wie anfangs gedacht war die Demo übrigens gar nicht. Tatsächlich hatten die Neonazis bereits unmittelbar nach der Besetzung der Kirche in den frühen Morgenstunden einen Protest-Marsch durch die Nordstadt mit Abschlusskundgebung in der Enscheder Straße beantragt. Das genehmigte die Polizei zwar nicht, wohl aber eine Standkundgebung in der näheren Umgebung, schrieb die Polizei nun in einer Pressemitteilung am Samstagabend. Da weder die Neonazis noch die Polizei etwas von dieser Anmeldung bekanntgaben - die Polizei aus taktischen, die Neonazis aus propagandistischen Gründen, wirkte sie zuerst wie eine Spontandemonstration. So war die Polizei auf den Ortswechsel vorbereitet und wartete vor Ort bereits auf die Demo.

Die Polizei ermittelt wegen Steinwürfen in der Enscheder Straße. Die Steine seien beim Aufmarsch der Neonazis von Unbekannten in Richtung der Rechtsextremen geworfen worden. "Zwei Personen haben Strafanzeige wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung bei der Polizei erstattet", schreibt die Polizei in einer Pressemitteilung. Der Staatsschutz sammelte laut Beobachtungen unseres Reporters vor Ort Steinstücke vom Gehweg vor der Kirche auf. Auch rund um die Zusammenstöße bei der Abreise der Neonazis aus der Kampstraße ermittelt die Polizei in mehreren Fällen. 

  • Zwei Nazi-Gegner wurden vorläufig festgenommen, einer wegen Körperverletzung, der andere wegen eines Verstoßes gegen das Vermummungsverbot. Mehrere Polizisten wurden vom Personen aus dem "linksautonomen Bereich" (Polizei-Pressemitteilung) mit einer Chemikalie besprüht zu haben. Die Beamten erlitten leichte Verätzungen im Gesicht, schreibt die Polizei.
  • Ein Neonazi hat Pfefferspray über die Köpfe der Polizisten hinweg in Richtung der Nazi-Gegner gesprüht. Auch hier hat die Dortmunder Polizei ein Strafverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung eingeleitet.

Die Lage rund um die besetzte Kirche ist momentan ruhig. Die Linken demonstrieren weiter vor der Kirche an der Enscheder Straße, die Neonazis auf der Oestermärsch, getrennt von einem Großaufgebot der Polizei. Beide Straßen sind ebenso wie die Stahlwerkstraße momentan gesperrt. Auf dem Dach der Kirche sind maskierte Besetzer zu sehen. Sie haben eine schwarze Fahne gehisst.

Nun rückt auch die Nazi-Gegner von Blockado an. Rund 100 Demonstrierende (eigene Angaben) haben sich auf den Stufen der besetzten Albertus-Magnus-Kirche an der Enscheder Straße versammelt, um die Besetzer zu schützen. Passanten applaudieren ihnen:

Die Besetzer der Albertus-Magnus-Kirche sind in Aufruhr. Sie nageln Fenster und Türen zu. Draußen hat die Polizei die Rechtsextremen zurückgedrängt. Die Neonazis stehen jetzt an der Ecke Oestermärsch/ Stahlwerkstraße - auf den Gleisen der Stadtbahn-Linie. Die U49 fährt deshalb momentan nicht.

Über Twitter melden die Hausbesetzer, dass rund 40 Neonazis bereits vor Ort sind.  Eine Polizeikette sperrt die Enscheder Straße ab, die Neonazis kommen nur bis 50 Metern an die besetzte Kirche.  

Polizei sperrt die Emscheder Straße ab. Nazis sind angekommen. Circa 40 Nazis #blockado#squatdo#Dortmund

— AvantiZentrum (@AvantiZentrum)

Die Bewohner der Enscheder Straße - vorwiegend Menschen mit ausländischen Wurzeln - schauen sich das Treiben vor ihrer Tür vom Straßenrand und aus Fenstern an. Die Neonazis brüllen: "Wir kriegen euch alle."

Die Neonazis haben offenbar noch etwas vor: Auf ihrer Facebook-Seite kündigen die Rechten gerade eine Spontandemo an der seit Samstagfrüh besetzten Albertus-Magnus-Kirche in der Nordstadt an. Sie hat in diesen Minuten an der Ecke Enscheder Straße /Ostermaersch begonnen. Das bestätigte uns einer der Hausbesetzer.

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Derweil ziehen Überreste der ehemaligen Blockade an der Katharinenstraße - etwa hundert Demonstranten - ziehen nun in einer Spontandemo zum CSD an der Reinoldikirche. Blockado-Sprecher Stefan Michaelis: "wir sind zufrieden und glücklich. Die Polizei hat unser Konzept angenommen. Die Nazis können ihre Demonstration nicht als Erfolg verkaufen wir haben unser Ziel erreicht. Wir haben sie klein gehalten und in die Ecke gedrängt."

Die Neonazis sind am Westentor angekommen, Demo und Gegen-Demo lösen sich nun auf. Mit Mühe hatte die Polizei ihnen die Abreise entlang der Häuserfassade der Kampstraße mit einer Gasse ermöglicht. Gegen-Demonstranten versuchten, die Abreise zu verhindern. Zwischenzeitlich lehnten sich 150 bis 200 Menschen gegen die Polizeikette, die die Gasse bilden wollte. Mehrfach flogen Flaschen aus den Reihen der Nazi-Gegner auf die Nazis und zurück. Berichte aus sozialen Netzwerken, dass die Polizei Schlagstöcke und Pfefferspray einsetzte, um eine Abreise zu gewährleisten, konnten bisher nicht bestätigt werden.

Die Polizei bereitet den Abmarsch vor. Die Nazi-Gegner wollen auch die Abreise der Rechtsextremen massiv stören. "Denen soll es so ungemütlich wie möglich gemacht werden", sagt unser Reporter. Die Polizei bildet jetzt mit vier Fahrzeugen und sechs Reiter offenbar eine Gasse für die Nazis über die Kampstraße in Richtung Westentor.

Überraschend schnell nach etwa einer Dreiviertelstunde haben die Neonazis gerade ihre Kundgebung für beendet erklärt. Dabei war die Demo eigentlich bis 18 Uhr angemeldet. 

Die Polizei Dortmund kündigt in einer Zwischenbilanz an, dass gegen die Teilnehmer der Blockade in der Katharinenstraße Ermittlungsverfahren eingeleitet werden. Man habe die Versammlung bewertet, mehrere Auflösungsverfügungen erteilt und die Vorkommnisse beweissicher dokumentiert. "Diese werden im Nachgang der Staatsanwaltschaft Dortmund zur Prüfung zugeleitet", so die Polizei. An der Neonazi-Demo nehmen nach Polizei-Angaben 85 Personen teil. Die Anti-Nazi-Demo der CSD-Teilnehmer am Fuß der Katharinentreppe ist in der Zwischenzeit beendet worden. Zu ihr kamen laut Polizei rund 400 Menschen.

Eine größere Gruppe aus den Reihen der Blockierer hat sich durch das Praxiszentrum von der Katharinenstraße zur Neonazi-Demo an der Kampstraße durchgeschlichen. Die Bereitschaftspolizei versuchte erst, sie abzudrängen, zog sich dann aber zurück und verstärkte den Polizeiriegel zwischen den Neonazis und den Gegendemonstranten. Es ist eine unübersichtliche Situation.

Der Lautsprecher-Wagen der Neonazis versucht nun vor dem Café Kleimann, seine Parolen loszuwerden. Die Neonazi-Propaganda wird von den Gegen-Demonstranten aber übertönt und verhallt ungehört. Der Durchgang zwischen Kampstraße und Westenhellweg ist momentan gesperrt. Alles ist voller Bereitschaftspolizei.

Die Blockade der Fußball-Fans an der Kampstraße hat sich aufgelöst. Die Nazis haben versucht, durchzubrechen. Sie stehen jetzt an der Ecke Kampstraße/Katharinenstraße direkt am Café Kleimann. Die Polizei trennt sie mit vielen Einsatzkräften von den 15 Meter entfernten Gegen-Demonstranten. Die Neonazis haben Transparente ausgepackt, in denen sie die Aufhebung des Verbots von verfassungswidrigen Kennzeichen fordern.

Plötzlich wird es sehr unruhig. Die Polizei hat alle Hände damit zu tun, die Gegen-Demonstranten und die Neonazis getrennt zu halten. Die Lage ist sehr unübersichtlich.

Jetzt ist aus dem Fußball-Kreis eine richtige Blockade geworden. Die rund 20 BVB-Fans hjaben sich jetzt in den Wendehammer gesetzt. Die Neonazis sehen zu und werden nass. Es hat angefangen zu regnen. Derweil haben die CSD-Teilnehmer am Fuß der Katharinentreppe den letzten Durchgang zur Katharinenstraße blockiert. Dort läuft eine Anti-Nazi-Kundgebung mit rund 200 bis 300 Teilnehmern, schätzt unser Reporter vor Ort. Bei der größten Blockade auf der Katharinenstraße selbst ist die Lage unverändert. Die Stimmung ist gut.

Die Polizei führt jetzt Gespräche mit den BVB-Fans. Denn sie spielen an der Stelle, die nun offenbar zum alternativen Demo-Ort der Neonazis auserkoren wurde: dem Wendehammer der Kampstraße vor dem ehemaligen WestLB-Gebäude und jetzigen Ärztehaus.

Es gibt eine weitere Blockade - und was für eine: Mitten auf der Kampstraße - zwischen Petrikirche und den wartenden und abgeschirmten Neonazis - spielen etwa 20 BVB-Fans mit Schals und Trikots Fußball! Sie haben einen etwa 15 Meter großen Kreis gebildet und passen sich munter den Ball zu.

Die Kampstraße ist ab dem Wall gesperrt. Es gibt kein Durchkommen für die rund 40 Neonazis - viele in gelben, aber unbedruckten T-Shirts - und ihren roten Lautsprecherwagen. Ein Teil-Erfolg für das Blockade-Bündnis Blockado. Die Einschätzung unseres Reporters: "Es wird keine Räumung geben." Dafür gebe es zu wenig Polizisten und zu viele Nazi-Gegner.

Die Räumungsfrist ist ergebnislos verstrichen. Blockado hat die Blockade nicht aufgelöst, sondern noch weiter auf die Katharinenstraße verlegt. Inzwischen steht eine Einsatzhundertschaft der Polizei am südlichen Ausgang der Katharinenstraße über die ganze Breite der Straße verteilt.  

#blockado #nonazido pic.twitter.com/IOdkkca9ur

— Sandra (@Saendralein)

Das gleiche Bild auf der Kampstraße zwischen der Commerzbank und Conrad-Elektronik. Dort haben die Polizisten rund 40 Neonazis aufgehalten, die zur Katharinenstraße wollten.

Schätzungsweise 300 bis 400 Schwule, Lesben und Transidente setzen sich gerade an der Reinoldikirche in Bewegung. Ihr Ziel: Der Max-von-der-Grün-Platz unterhalb der Katharinentreppe. An den CSD-Ständen an der Reinoldikirche selbst ist es noch ziemlich ruhig

Unser Reporter hat mit Blockado-Sprecherin Iris Bernert-Leushacke über die Reaktion der Blockierer auf die Räumungs-Forderung gesprochen. Sie sagt: Wir gehen nirgendwo hin.

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Blockierer sperren die Katharinenstraße gegen Nazis

Das Blockade-Bündnis "Blockado" hat am Samstag ab 13 Uhr die Katharinenstraße in der Dortmunder Innenstadt gesperrt, um eine Nazi-Kundgebung zu verhindern. Immer mehr Demonstranten nehmen an der Blockade teil.
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Ein Blockade-Besucher kam aus Köln.© Foto: Peter Bandermann
Blockade auf der Katharinenstraße.© Foto: Peter Bandermann
Blockado machte die Katharinenstraße ab 13 innerhalb weniger Sekunden dicht. Eine Nazi-Kundgebung konnte dort deshalb nicht stattfinden.© Foto: Peter Bandermann
Blockierer auf der Katharinenstraße.© Foto: Peter Bandermann
Polizei in Blockierer auf der Katharinenstraße.© Foto: Peter Bandermann
Blockierer auf der Katharinenstraße.© Foto: Peter Bandermann
Polizei und Blockierer (im Hintergrund) auf der Katharinenstraße.© Foto: Peter Bandermann
Bereitschaftspolizei auf der Katharinenstraße. Im Hintergrund Blockierer.© Foto: Peter Bandermann
Bereitschaftspolizei auf der Katharinenstraße.© Foto: Peter Bandermann
Auch die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft protestierte gegen Nazis.© Foto: Peter Bandermann
Polizisten auf der Katharinenstraße.© Foto: Peter Bandermann
Polizisten auf der Katharinenstraße.© Foto: Peter Bandermann
Polizisten auf der Katharinenstraße.© Foto: Peter Bandermann
Die Blockade auf der Katharinenstraße in Dortmund.© Foto: Peter Bandermann
Ein Hubsschrauber der Bundespolizei über der Innenstadt.© Foto: Peter Bandermann
Die Blockade auf der Katharinenstraße in Dortmund.© Foto: Peter Bandermann
Die Blockade auf der Katharinenstraße in Dortmund.© Foto: Peter Bandermann
Die Blockade auf der Katharinenstraße in Dortmund.© Foto: Peter Bandermann
Die Blockade auf der Katharinenstraße in Dortmund.© Foto: Peter Bandermann
Die BVB-Fans Sascha (links) und Andreas wollen, "das Dortmund schwarzgelb und nicht braun" ist.© Foto: Peter Bandermann
Auch BVB-Fans nehmen an der Blockade teil.© Foto: Peter Bandermann
Auch Jungsozialisten aus Erfstadt sind dem Blockade-Aufruf gefolgt.© Foto: Peter Bandermann
Die Blockade auf der Katharinenstraße in Dortmund.© Foto: Peter Bandermann
Die Blockade auf der Katharinenstraße in Dortmund.© Foto: Peter Bandermann
Auch BVB-Fans beteiligen sich an den Blockaden.© Foto: Peter Bandermann
Die zweite Blockade steht / sitzt seit 13.35 Uhr in der Schmiedingstraße.© Foto: Peter Bandermann
Die Blockade auf der Katharinenstraße in Dortmund. Seit 13 Uhr ist der Platz von Antifaschisten besetzt.© Foto: Peter Bandermann
Die Polizei ist vor Ort, aber mit deutlicher weniger Einsatzkräften als sonst (Stand: 14 Uhr).© Foto: Peter Bandermann
Beginn der Blockade in der Schmiedingstraße.© Foto: Peter Bandermann
Blockade Nummer 2 - in der Schmiedingstraße.© Foto: Peter Bandermann
Schlagworte Innenstadt

Es tut sich etwas auf der Katharinenstraße: Die Polizei hat die Blockierer soeben aufgefordert, die Katharinenstraße bis 14.45 Uhr zu räumen. Reaktion: "Wir bleiben hier." Die Veranstalter sind fest entschlossen, den Platz nicht zu räumen.

Neben den zwei Blockaden auf der Katharinen- und der Schmiedingstraße bereiten die Organisatoren des CSD unterhalb der Katharinentreppe ihre Demo gegen die Neonazis um 14.30 Uhr vor. Dort steht bereits ein Lautsprecherwagen. Nach der Auftaktveranstaltung des schwul-lesbischen Straßenfestes an der Reinoldikirche, die in diesen Minuten läuft, wollen die Teilnehmer zur Katharinentreppe ziehen. Bei der Demo angemeldet sind 300 Teilnehmer. Sie wollen über die Kampstraße und den Königswall zur Demo auf dem Max-von-der-Grün-Platz kommen.

"Der Platz gehört uns", jubelt Blockado auf Twitter.  

Das ist super gelaufen bis jetzt. Der Platz gehört uns. Viele Gruppierungen am Start. #blockado#nonazisdopic.twitter.com/OPVtTvGX2V

— BlockaDO (@blocka_do)

Derweil gibt es eine zweite Blockade in der Schmidigstraße, etwa 70 Meter von der Einmündung in die Katharinenstraße entfernt. Dort sitzen etwa 50 Blockierer auf der gesamten Breite der Straße. Die Schmiedingstraße wäre ein möglicher Anreiseweg für den Lautsprecherwagen der Naonazis.

Das Blockadebündnis Blockado geht jetzt wegen der Besetzung der Katharinenstraße von einer Verlegung der Neonazi-Demo aus. Unser Reporter vor Ort spricht bei den Blockierern von einer "bunten Truppe". Zahlreiche Blockierer sind auch aus anderen Städten gekommen. Ihre Altersspanne reicht von 15 bis 65 Jahren.

Auf der Katharinenstraße stehen nun laut Blockado rund 250 Leute - Tendenz steigend. Anti-Nazi-Parolen hallen über die Straße, Flugblätter werden verteilt.

Die Organisatoren halten die Zügel fest in der Hand:  

13:15 noch mehr Leute kommen. Lauti begrüßt alle, wünscht schönen Nachmittag u weist auf Stellen hin wo noch guter Sitzplatz #blockado

— Dave (@davesstationbus)

Das ging schnell: Innerhalb von 30 Sekunden sind plötzlich 150 Nazi-Gegner an der Ecke Katharinenstraße/ Schmedingstraße zusammengeströmt und haben eine Blockade errichtet. Die Hälfte sitzt, die andere steht. "Alles sehr gut organisiert", meint unser Reporter vor Ort. Und: "Momentan wäre hier kein Platz für eine Nazi-Demo". Darüber hinaus kommen immer mehr Nazi-Gegner dazu.

Wir starten unseren Liveticker. An der Katharinentreppe ist die Lage friedlich: Blockado ist bereits mit etwa 50 Aktivisten vor Ort, die Polizei ist am Rande sichtbar und ein Hubschrauber kreist. Viele Passanten in BVB-Trikots unterwegs. Beim CSD an der Reinoldikirche etwa 50 Teilnehmer.

Das „Blockado“-Bündnis will der Nazi-Kundgebung, die um 15 Uhr beginnen soll, bereits ab 13 Uhr mit einer Blockade einen Strich durch die Rechnung machen. Treffpunkt ist an der Katharinenstraße. Zusätzlich rufen die Veranstalter des Christopher Streets Days (CSD) an der Reinoldikirche zu einer Protestaktion gegen die Neonazis auf. Die Jungsozialisten in der SPD und das „Bündnis Dortmund nazifrei“ nehmen ebenfalls an Anti-Nazi-Aktionen teil und bitten die Dortmunder um Solidarität.

 auf einer größeren Karte anzeigen Der CSD ist ein Treff von Schwulen, Lesben und Transidenten, die an der Reinoldikirche eine bunte Kulturparty unter freiem Himmel feiern. Homosexuelle zählen zu den Feindbildern von Nazis.CSD-Teilnehmer wollen gegen Nazis protestieren Für die Nazis könnte es am Samstag auf der Katharinenstraße eng werden. Denn die CSD-Teilnehmer von der Reinoldikirche – bis zu 10.000 werden erwartet – wollen nach einer Auftaktkundgebung um 14 Uhr an der Reinoldikirche ab 14.30 Uhr den Standort wechseln und ebenfalls zur Katharinenstraße ziehen, um gegen die Nazis auf die Straße zu gehen.

Polizeipräsident Gregor Lange sagte CSD-Veranstalter Frank Siekmann in einem persönlichen Gespräch zu, dass die Polizei den Christopher Street Day sichern werde. Der Dortmunder Arbeitskreis gegen Rechtsextremismus ruft mit dem Dachverband der Schwulen- und Lesben-Vereine Slado für Samstagnachmittag (23. 8.) zum Protest gegen die Demo der Partei „Die Rechte“. Die Veranstaltung beginnt um 14 Uhr mit einer Kundgebung vor der Reinoldi-Kirche, wo auch das schwul-lesbische Straßenfest zum Christopher-Street-Day stattfindet.

In einer Demo geht es dann zur Katharinentreppe gegenüber dem Hauptbahnhof, wo ab 15 Uhr die Abschlusskundgebung folgt. Sie wird von Jutta Reiter moderiert. Als Redner sind Oberbürgermeister Ullrich Sierau, Superintendent Ulf Schlüter vom Kirchenkreis, Slado-Sprecher Frank Siekmann und ein Vertreter des Bündnisses „Dortmund Nazifrei“ vorgesehen. 

  • Dortmunder Arbeitskreis gegen Rechtsextremismus zusammen mit dem Dachverband der Schwulen- und Lesben-Vereine Slado, Kundgebung vor der Reinoldikirche, 14 Uhr; Demo zur Katharinentreppe; Abschlusskundgebung um 15 Uhr
  • Blockado, Treffen an der Katharinentreppe, 13 Uhr
  • Die Jungsozialisten in der SPD und das „Bündnis Dortmund nazifrei“ beteiligen sich ebenfalls und ziehen mit zur Katharinentreppe 

Die Mitglieder der Partei „Die Rechte“ dürfen weiterhin nicht in einheitlichen Motto-T-Shirts durch Dortmund marschieren. Nach dem Verwaltungsgericht Gelsenkirchen hat am Freitag auch das Oberverwaltungsgericht Münster ein entsprechendes Verbot bestätigt. Die Dortmunder Polizei hatte die Demonstration der Rechten unter anderem mit der Auflage erlaubt, dass die Teilnehmer keine einheitlichen gelben T-Shirts mit der Aufschrift "Stadtschutz" tragen dürfen.

Gegen diese Auflage hatte die Partei Die Rechte einen Eilantrag gestellt. Mit diesem Antrag sind die Rechtsextremen zuerst vor dem Verwaltungsgericht Gelsenkirchen und nun auch vor dem Oberverwaltungsgericht Münster gescheitert.

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