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3-Jährige machte Nachtwanderung

Barfuss im Regen

Ein kleines Mädchen aus Wellinghofen startete heute Nacht um kurz vor 4 Uhr, von ihrer Mutter unbemerkt, eine Nachtwanderung in die nähere Umgebung Wellinghofens.

WELLINGHOFEN

27.08.2010

Nach Angaben der 19-jährigen Mutter, hatte das dreijährige Mädchen sich heute morgen angezogen und die Wohnung verlassen, ohne die schlafende Mutter zu wecken. Glücklicherweise kam die Kleine nicht allzu weit: Als um 3.48 Uhr eine 63-jährige Bewohnerin eines Hauses An der Kirche die Tageszeitung rein holen wollte, sah sie zufällig das Kind auf der gegenüberliegenden Straßenseite barfuss im Regen stehen.

Aufgrund der Uhrzeit und der Tatsache, dass das Mädchen alleine, lediglich mit Rock und Pullover jedoch ohne Schuhe bekleidet war, nahm sie das Kind zu sich und informierte die Polizei. In Absprache mit dem Dortmunder Jugendamt sollte die Kleine zunächst bei der sehr fürsorglichen "Finderin" bleiben, während die Polizei die Ermittlungen aufnahm, um die Familie des Kindes zu ermitteln.

Gegenüber den Polizisten hatte das Mädchen - mit dem sich die Verständigung äußerst schwierig gestaltete - einen Vornamen angegeben, der als erster Hinweis für die Suche dienen sollte. Leider verliefen die Ermittlungen hier negativ, weil zu dem vermeintlichen Vornamen ein Kind lt. Einwohnermeldeamt verzeichnet ist, auf Nachfrage bei der entsprechenden Familie jedoch die Familienmitglieder vollzählig waren. Gegen 6.43 Uhr meldete sich dann eine Frau telefonisch bei der Polizei, die angab, ihre Tochter zu vermissen. Nach der Überprüfung durch Polizei und Jugendamt konnte die Wanderung der kleinen Dortmunderin mit einem freudigen Wiedersehen mit der Mutter beendet werden.

Auch die Polizei war sichtlich erleichtert, das Kind sicher und unverletzt in die Obhut der Mutter zurück geben zu können. Ein ganz besonderer Dank galt auch der 63-jährigen Dortmunderin, die sich so selbstverständlich bereit erklärte, das Kind bei sich zu behüten, bis die Familie gefunden war. Die Ermittlungsansätze hinsichtlich einer möglichen Straftat bestätigten sich nicht. Übrigens: Das dreijährige Mädchen hatte den Polizisten einen Vornamen genannt, der - wie sich im Nachhinein herausstellte - nicht ihr eigener ist!

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