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34 Ideen für eine soziale Stadt

DORTMUND Rund 200 Projekte haben Vereine, Organisationen, Verbände, Kirchengemeinden und engagierte Bürger für den Aktionsplan "Soziale Stadt" vorgeschlagen. 34 davon will die Stadt in einem ersten Schritt aufgreifen und in den 13 Dortmunder Problemstadtteilen umsetzen.

von Von Gaby Kolle

, 19.08.2008
34 Ideen für eine soziale Stadt

Mit verlässlichem Essen sollen Ganztagsschulkinder im Aktionsraum Bodelschwingh/Westerfilde gesund ernährt und sozial gleich behandelt werden.

Zielgruppe von 21 Projektideen sind Kinder und Jugendliche. Darunter fallen Maßnahmen der (frühen) Bildung, Sprachförderung (auch für Mütter mit ausländischen Wurzeln), Familien- und Schulsozialarbeit. "Je früher und intensiver wir hier Familien unterstützen, desto schneller und erfolgreicher wird das Ergebnis sein", sagte Schul- und Jugenddezernentin Waltraud Bonekamp.

Übergang Schule  Beruf

Ein weiteres Ziel sei die Verzahnung von Jugendarbeit, Sozialarbeit und betrieblichem Engagement, kündigte Wirtschaftsförderungs-Chef Udo Mager an.

Im Aktionsraum Scharnhorst-Ost z. B. sollen Jugendliche im eigens vor Ort eingerichteten Aktionsbüro zu festen Sprechzeiten Beratung für einen besseren Übergang von der Schule in den Beruf bekommen. Ebenfalls in Scharnhorst-Ost sollen Jugendliche an ihren informellen Treffpunkten aufgesucht und mit mobilen Angebotenangesprochen werden.

In Eving setzt man auf ehrenamtlich engagierte Bürger, die zusätzliche Ausbildungsplätze einwerben und Jugendliche während ihrer Ausbildungszeit als Mentoren begleiten. "Multikulturelle Begegnungshäuser" sollen im Aktionsraum Bodelschwingh/Westerfilde das Wohnumfeld verbessern und das Miteinander generations- und kulturübergreifend fördern.  Gründerinnenzentrum im Brunnenstraßenviertel

In der Nordstadt sollen Familien Schulhöfe auch am Wochenende nutzen und ein GründerInnenzentrum im Brunnenstraßenviertel die lokale Wirtschaft entwickeln sowie Ausbildungsplätze vor Ort schaffen.

Der finanzielle Aufwand sei im Einzelfall noch nicht abzusehen, erklärte gestern OB Dr. Gerhard Langemeyer nach einer zweitägigen Klausurtagung des Verwaltungsvorstands. Doch der Ansatz, nach der zentralen Auftaktveranstaltung zu Jahresbeginn im Rathaus die Bürgerbeteiligung in den betroffenen Stadtteilen zu organisieren, sei "genau der richtige".

13 Aktionsbüros

Keine der insgesamt 200 Projektideen werde verworfen, betonte Sozialdezernent Siegfried Pogadl, "das Verfahren geht weiter". In allen 13 benachteiligten Stadtvierteln werden nach und nach Aktionsbüros eingerichtet. Jeder Aktionsraum erhält 5000 , um kleinere bürgerschaftliche Projekte verwirklichen zu können.

Nach diesem ersten Zwischenbericht, der jetzt in die Ratsgremien geht, kündigte Langemeyer einen Gesamtüberblick für Anfang kommenden Jahres an.

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