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50.000 Besucher zur Flutung erwartet

Phoenix-See

HÖRDE Mehr als 50.000 Besucher werden erwartet, wenn der Phoenix-See in Hörde am 1. Oktober - fünf Jahre nach Beginn der Aushubarbeiten - mit einem großen Seefest offiziell geflutet wird.

von Von Gaby Kolle

, 03.08.2010
50.000 Besucher zur Flutung erwartet

Die Montage zeigt einen Ausblick, wie ihn die künftigen Anwohner genießen könnten: ein eindrucksvolles Panorama, eingerahmt von Sonnenschirm (links) und Topfpflanze.

Die Besucher sollen strömen wie das Wasser in den Phoenix-See, wenn er am 1. Oktober geflutet wird. „Die schlimmsten Bauphasen sind vorbei. Das Seefest soll auch ein Dankeschön sein an Anwohner und Bürger für die Einschränkungen während der Bauzeit“, lädt Stadtwerke-Chef Guntram Pehlke ein.

Der Festakt zur Flutung beginnt um 15 Uhr und wird musikalisch umrahmt von den Dortmunder Philharmonikern. Die Ballettkompanie Fotescu sorgt für entsprechenden „Seegang“. Das Programm auf der Veranstaltungsbühne im See können die Besucher aus nur 15 Meter Entfernung vom Ufer verfolgen. Die seeseitige Fläche vor der Hörder Burg wird dazu noch bis zum 1. Oktober gepflastert, kündigt Heinz Hüppe, Chef der Phoenix-See-Entwicklungsgesellschaft, an. Die 31.000 qm große Fläche gehört zur künftigen Flaniermeile mit direktem Blick zum Hafen. Um bei schlechtem Wetter das Nass von oben fernzuhalten, wird es für rund 6000 Besucher einen Unterstand geben. Auch Geländer und Beleuchtung im Hafen sind bis dahin fertiggestellt. Angesichts der Probleme, die sich vor zwei Jahren mit der Verteuerung des heute 200-Mio.-Euro-Projekts auftaten, sei die Flutung „eine tolle Nachricht“, freut sich der Stadtwerke-Chef, die Unkenrufe von Skeptikern noch im Ohr.

Am 30. September 2011 soll der 24 Hektar große und drei Meter tiefe See zu 80 Prozent mit Trinkwasser (500.000 m³) und zu 20 Prozent mit Grundwasser voll gelaufen sein – laut Pehlke „eine präzise Hochrechnung“. Der Grundwasserleiter im Südosten des Sees sei „eine ganz aktive Quelle“ mit vier bis fünf Litern Grundwasser in der Sekunde, weiß Hüppe. Wenn dann am 2. Februar 2011 die Phosphat-Eliminierungsanlage in den Probebetrieb geht, soll das zugeleitete Trinkwasser mit 25 Litern pro Sekunde in den See fließen. Der große Anteil von Trinkwasser erhöhe die Wasserqualität, erläutert Pehlke: „Mit dem Beginn der Flutung steuern wir die Wasserqualität des Phoenix-Sees für mehrere Jahre.“ Es gelte, den Phosphat-Gehalt im See so niedrig wie möglich zu halten; denn ein Kilogramm Phosphat im See bedeute eine Tonne Algen. Ab 19. August werden die ersten Armleuchter-Algen in den gegen die Wasserpest geimpften Seeboden gepflanzt. Sie sollen verhindern, dass sich andere Algen ansiedeln.

Mit dem Wasser kommen die Vögel, die die Wasserpest einschleppen. Vor allem die Graugänse werden in Scharen einfallen, glaubt Hüppe. Stolperdrähte auf den Landschaftsinseln und der spätere Seebetrieb sollen die Vögel einen Bogen um den See fliegen lassen. 

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