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Airport will länger öffnen und wachsen

Flughafen Dortmund

DORTMUND Keine schwarzen Zahlen ohne Ausbau. Der Flughafen Dortmund ist zum Wachstum verdammt. Deshalb halten die Betreiber auch, trotz leerer Kassen, weiter am Ausbau der "Startbahn Ruhrgebiet" fest.

von Von Achim Roggendorf

, 26.05.2010
Airport will länger öffnen und wachsen

Ausbau als letzte Rettung: der Dortmunder Flughafen.

Flughafenchef Markus Bunk funkte am Mittwoch einmal mehr S.O.S - und berief sich dabei auf aktualisierte Gutachten zum "Entwicklungsschritt 2010". Dabei geht es um eine Anpassung der Betriebszeiten auf 23 Uhr plus eine Stunde Verspätungsregelung sowie die Verlängerung der Start- und Landebahn auf 2300 Meter. Laut Gutachter muss der Airport nämlich mit "Augenmaß" weiterentwickelt werden. Sonst droht der Absturz.

Bunk blieb damit der Linie seines Vorgängers Manfred Kossack treu. Kossack hatte die Politik in der Vergangenheit ebenfalls immer wieder beschworen, die Erweiterungspläne durchzuwinken. Damit die Lichter nicht ausgehen. Erhört worden ist er indes nicht. Was Bunk aber nicht davon abhält, einen erneuten Versuch zu unternehmen. Sein Versprechen: Wenn der Flughafen ausgebaut wird, „schreiben wir durch steigende Passagierzahlen ab 2016 wieder schwarze Zahlen." Zumindest operativ. Nach Gegenüberstellung von Einnahmen und Ausgaben.

Bunk verweist auf die neue Wirtschaftlichkeitsberechnung. Demnach sichert  der "Entwicklungsschritt 2010" das Überleben. Dann seien bis 2025 rund 3,4 Millionen Passagiere pro Jahr möglich - etwa 1,1 Millionen Reisende mehr als ohne Entwicklung zu erwarten sind. Die  Brutto-Wertschöpfung beziffert sich laut Bunk dann bundesweit auf jährlich 550 Millionen Euro,  davon 382 Millionen in der Region Dortmund. Für den Flughafenausbau braucht Bunk Geld, zunächst rund acht Millionen Euro - für einen Antrag, die Betriebszeiten auszudehnen, für Lärmschutz-Maßnahmen und die Vorbereitung des notwendigen Planverfahrens für eine längere Piste.

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