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Alles ganz gelassen

Ganze 23 Minuten hat der Spuk gedauert. Dann hatte Feuerwerker Horst Firzlaff die beiden Fliegerbomben in der Innenstadt entschärft.

14.12.2007

Alles ganz gelassen

<p>Geschafft: eine der Bomben nach der Entschärfung.</p>

Begonnen hatte der Einsatz am Freitag allerdings bereits um 9 Uhr. Über 70 Mitarbeiter des Ordnungsamtes begannen mit der Evakuierung der Straßen rund um das Gebäude des Volkswohlbundes am Südwall. An jedem Haus klingelten die Ordnungskräfte und forderten die Anwohner auf, den Gefahrenbereich zu verlassen.

Besonders erschrocken zeigte sich kaum einer der 726 gemeldeten Personen. "Wir sind ja bereits gestern vom Ordnungsamt informiert worden, konnten uns also seelisch darauf vorbereiten", nahm Ruth Schöbel aus der Hakenstraße die Räumung mit viel Humor. Gemeinsam mit mehreren Senioren nahm sie Platz in einem der bereit stehenden Busse der Stadtwerke und ließ sich in die Betreuungsstelle im Foyer des Stadtgymnasiums fahren.

Dort kümmerten sich 15 Johanniter-Unfallhelfer um insgesamt 47 Dortmunder, die kurzzeitig Unterschlupf suchten. Um 10.40 Uhr gaben die Ordnungskräfte das Signal: Wohngegend evakuiert! Anschließend wurden die Straßen im Viertel sowie ein Teil des Südwalls gesperrt.

Um 10.49 Uhr übernahm der Kampfmittelräumdienst Westfalen-Lippe den wichtigsten Teil der Arbeit. Bis auf 2,40 und 2,70 Meter tief ins Erdreich hatten sich die Bomben gegraben, "da musste erst einmal ordentlich gebuddelt werden", so Stadtsprecher Hans-Joachim Skupsch. Um 11.14 Uhr gab Horst Firzlaff Entwarnung: Die Entschärfung hatte keinerlei Probleme bereitet. Direkt im Anschluss gab die Polizei die gesperrten Straßen wieder frei, bereits nach wenigen Minuten hatten sich die Staus aufgelöst.

Sorgen, dass etwas Unvorhergesehenes passieren könnte, machten sich die Anwohner wenig, "das geschieht doch ständig in Dortmund", so Ruth Schöbel. Andere haben gar nichts von der Warnung mitbekommen. "Ich wohne in einem Hinterhof in der Hakenstraße, da hat mich wohl niemand gefunden", so Katja Seller. Um 10 Uhr klingelte ihr Vater sie aber schließlich aus dem Haus. "Wir waren zum Frühstück verabredet." Doch auch Vater Gerd sah keinen Grund zur Aufregung. "Die gab es nur, als die Dinger damals gefallen sind." jo

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