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Am Wochenende gilt Waffenverbot am Hauptbahnhof

Bundespolizei

Die Bundespolizei zieht Konsequenzen aus der zunehmenden Zahl an Gewaltdelikten mit Waffen: Am Wochenende gilt im Dortmunder Hauptbahnhof ein absolutes Waffenverbot.

Dortmund

, 27.06.2018
Am Wochenende gilt Waffenverbot am Hauptbahnhof

Die Bundespolizei will die Einhaltung des für das Wochenende verhängte Waffenverbot im Hauptbahnhof streng kontrollieren. © Bandermann

Vorbilder sind Aktionen in Hamburg und Berlin. Jetzt ist Dortmund an der Reihe: Am kommenden Wochenende vom 29. Juni bis 1. Juli wird der Dortmunder Hauptbahnhof zur Waffenverbotszone.

Verboten sind Schuss- und Schreckschusswaffen, Messer aller Art und Hieb-, Stoß- und Stichwaffen. Wer damit erwischt wird, muss mit einem Zwangsgeld von 100 Euro rechnen.

Hintergrund ist ein Anstieg der Gewaltstraftaten im Bereich der für die Ruhrgebietsbahnhöfe zuständigen Bundespolizeiinspektion Dortmund um 18,7 Prozent im Jahr 2017. „Dabei kamen auch immer wieder gefährliche Gegenstände zur Anwendung. Einsatzkräfte stellten Messer jedweder Größe und Ausführung, aber auch anderer gefährliche Gegenstände wie zum Beispiel Schraubendreher sicher“, berichtet die Bundespolizei. „Gerade Messer führen immer wieder zu schweren und mitunter tödlichen Verletzungen.“

Am Wochenende gilt Waffenverbot am Hauptbahnhof

Dieses und andere Messer stellte die Bundespolizei im Hauptbahnhof sicher. © Bundespolizei

Besonders im Blickpunkt steht dabei der Dortmunder Hauptbahnhof, der täglich von etwa 125.000 Reisenden genutzt wird und als wichtiger Knotenpunkt für den Fernverkehr der Bahn gilt. „Gerade unter dem enthemmenden Einfluss von Alkohol- und Betäubungsmitteln, kommt es in der räumlichen ‚Enge‘ des Dortmunder Hauptbahnhofs immer wieder am Wochenende zu Konflikten, die teilweise mit gefährlichen Gegenständen und Waffen ausgetragen werden“, heißt es in der Mitteilung der Bundespolizei. Im laufenden Jahr wurden schon 54 Fälle registriert, bei denen Waffen mitgeführt wurden.

Verstärkte Kontrollen im Hauptbahnhof

Für das Wochenende kündigt die Polizei ein konsequentes Einschreiten und verstärkte Kontrollen zur Überwachung des Waffenverbots am Hauptbahnhof an. „Wir möchten damit ein Zeichen setzen und zum Ausdruck bringen, dass wir diese Zunahme der Gewalt nicht dulden“, sagte Polizeidirektor Oliver Humpert, Inspektionsleiter der Bundespolizei.

Das Verbot gilt in den Nächten zu Samstag und Sonntag, also ab Freitagabend (29. Juni) um 18 Uhr bis Samstagmorgen (30. Juni) um 7 Uhr sowie von Samstagabend um 18 Uhr bis Sonntagmorgen (1. Juli) um 7 Uhr im gesamten Bereich des Hauptbahnhofs. Ausgenommen ist der Stadtbahn-Bereich, der nicht mehr zum Zuständigkeitsbereich der Bundespolizei gehört.

Die Bundespolizeidirektion Sankt Augustin hat nun ein Mitführverbot für Schuss-, Hieb- Stoß- und Stichwaffen sowie Messern aller Art erlassen.

Für das Waffenverbot im Hauptbahnhof wurde eine sogenannte Allgemeinverfügung erlassen. Ausnahmen vom Waffenverbot gelten für Sicherheitspersonal und Bedienstete etwa von der Polizei, Feuerwehr oder Zugbegleiter, Gastronomieunternehmen und auch Reisende, wenn sie etwa als Handwerker Messer benötigen. Über das Waffenverbot wird mit Aushängen im Hauptbahnhof informiert.
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