Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Amtsgericht erklärte Mann fälschlich für tot

"Bedauerlicher Fehler"

Der Schreck fuhr Renate Busch ordentlich in die Glieder, als sie den Brief des Amtsgerichts öffnete, den sie in ihrem Briefkasten fand. Mit Beileid und Bedauern wurde ihr mitgeteilt, dass ihr Onkel Hans-Josef Mrugalski gestorben sei. Ein Irrtum, wie sich zeigte.

DORTMUND/HUCKARDE

, 26.11.2014
Amtsgericht erklärte Mann fälschlich für tot

Renate Busch mit den Briefen vom Amtsgericht.

Denn Mrugalski lebt – wie sich die Nordstadt-Bürgerin wenig später beim Besuch im Pflegeheim ihres Onkels überzeugen konnte. Das Schreiben war ein bedauerlicher Fehler, räumt Amtsgerichts-Sprecher Dr. Gerhard Breuer ein.

Die Überraschung über den Brief war schon deshalb groß, weil Renate Busch eigentlich engen Kontakt zu ihrem Onkel hält. Der war in der Tat schwer erkrankt. Während eines längeren Krankenhaus-Aufenthalts hatten dessen Ehefrau und seine Nichte Renate Busch die amtliche Betreuung übernommen.

Doch der Patient erholte sich wieder, lebt inzwischen in einem Pflegeheim in Huckarde. Die Betreuungsverhältnisse konnten aufgehoben werden. Dazu bekam Renate Busch mit Datum vom 5.11. auch eine Urkunde des Amtsgerichts übersandt, mit der ihre Aufgabe als Ersatzbetreuerin für beendet erklärt wurde.

Wenige Tage später bekam Renate Busch dann ein weiteres Schreiben des Amtsgerichts. Mit der Mitteilung, dass die Betreuung ihres Onkels „durch Tod beendet“ sei. Sie möge doch bitte eine Sterbeurkunde übersenden und ihren Betreuungsausweis abgeben, hieß es in dem Schreiben. „Ich war mit den Nerven fertig, als ich das las“, berichtet Renate Busch. Mit zitternden Knien machte sie sich auf den Weg nach Huckarde, wo sie ihren Onkel glücklicherweise quicklebendig fand. Wie es zu dem Irrtum kam, ist nicht mehr bis ins letzte Detail zu klären. Bei mehr als 10.000 Betreuungsfällen, die das Amtsgericht bearbeite, seien Fehler leider nie ganz auszuschließen, erklärte Gerichtssprecher Breuer auf Anfrage. „Wir können uns dafür nur entschuldigen.“ 

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt