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Angeklagter bestreitet Straßenraub

Landgericht Dortmund

Die Staatsanwaltschaft hält den Mann für einen Räuber und Betrüger. Er selbst will dagegen nur einem Ausländer ohne Sprachkenntnisse geholfen haben. Seit Montag beschäftigt ein rätselhafter Fall das Landgericht.

DORTMUND

17.10.2016

Dass der 22-Jährige im Dezember 2012 beim Sparkassen-Geldautomaten auf der Münsterstraße 500 Euro vom Konto eines fremden Mannes abgehoben hat, kann und will er nicht bestreiten. Schließlich ist sein Gesicht bei dem Vorgang auch ziemlich deutlich gefilmt worden.

Doch wie war der junge Nordarfikaner in Besitz der EC-Karte und der Geheimnummer gekommen? Bei der Beantwortung dieser Frage gehen die Annahmen auseinander. Da die Karte dem rechtmäßigen Besitzer nur kurz zuvor bei einem Raubüberfall auf der Rheinischen Straße gewaltsam abgenommen worden war, geht die Staatsanwaltschaft davon aus, dass der 22-Jährige einer der beiden brutalen Straßenräuber war.

Der Angeklagte selbst sagte den Richtern jedoch: „Ich bin auf der Münsterstraße von einem Araber angesprochen worden. Er sagte mir, er wisse nicht, wie er mit dieser Karte Geld abheben könne. Da habe ich ihm geholfen.“ Immerhin räumte der Angeklagte ein, dass der Unbekannte ihm zuvor noch bestätigt habe, dass die Karte gestohlen war. Ob der 22-Jährige mit seiner Version die Richter überzeugen kann, werden die weiteren Verhandlungstage zeigen.

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