Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Annette Littmann im Interview

DORTMUND Sie ist eine scharfe Kritikerin von Oberbürgermeister Dr. Gerhard Langemeyer: Dr. Annette Littmann, seit 2004 Fraktionsvorsitzende von FDP/Bürgerliste im Rat, sieht stets genau hin und macht OB und Rot-Grün nicht zuletzt durch ihre guten Kontakte nach Düsseldorf und zur Kommunalaufsicht in Arnsberg immer wieder das Leben schwer. Gaby Kolle sprach mit der 47-jährigen Liberalen.

von Von Gaby Kolle

, 02.08.2008

Tatsache ist, dass die FDP über einen Kandidaten noch nicht entschieden hat.

Aber wer sollte es außer Ihnen machen? Littmann: Ich bin von Parteifreunden gefragt worden. Einen Parteibeschluss gibt es aber noch nicht.

Auch weil man einen Kandidaten gemeinsam mit der CDU ins Rennen schicken will? Littmann: Wenn man einen Politikwechsel anstrebt - und das tut die FDP -, macht es Sinn, im bürgerlichen Lager einen gemeinsamen Kandidaten aufzustellen. Dazu braucht man eine Kandidatin oder einen Kandidaten, der die Chance auf einen solchen Politikwechsel glaubhaft verkörpert. Und da warten wir gespannt, wen die CDU uns vorschlägt.

Den würden Sie dann auf jeden Fall als FDP mittragen? Littmann: Wenn der CDU-Kandidat die bisherige Oppositionspolitik der CDU repräsentiert, können wir uns das nicht vorstellen.

Sie meinen, den CDU-Fraktionschef Frank Hengstenberg? Littmann: Einen Vorschlag zu machen, ist Sache der CDU.

Kommen wir zu den Wahlkampfthemen. Wie stehen Sie zum Thema Flughafen, vor allem vor dem Hintergrund, dass Sie mit der Bürgerliste, die den Ausbau ablehnt, eine gemeinsame Ratsfraktion bilden. Littmann: Ich antworte allein als FDP-Mitglied, und zum Flughafen hat die FDP noch keine endgültige Meinung.

Und Ihre persönliche Meinung? Littmann: Man muss nach einem ausgewogenen Kompromiss suchen zwischen der vernünftigen Nutzung von vorhandener Infrastruktur und dem Anspruch der Anwohner auf Ruhe. Der Flughafen ist ein wichtiger Standortfaktor.

Sie können sich also erweiterte Betriebszeiten vorstellen? Littmann: Durchaus, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass man dem Wunsch der Flughafengeschäftsführung nach einer Betriebszeit von fünf Uhr morgens bis Mitternacht nachkommen kann. Das ist völlig überzogen, und wäre auch nicht zum Nulltarif zu haben. Aber wenn man über den Flughafen redet, muss man den Bürgern reinen Wein einschenken, auch über die wirtschaftliche Entwicklung.Im zweiten Teil des Interviews spricht Annette Littmann über das Klinikum.

Lesen Sie jetzt