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Anwältin war nicht ehrlich – Bewährungsstrafe

DORTMUND Eine ehemalige Dortmunder Anwältin ist am Dienstag vom Landgericht zu 19 Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden. Die Angeklagte hatte ihre eigene Familie um das ihr zustehend Erbe gebracht und das Schreiben eines Anwalts-Kollegen gefälscht.

von Von Jörn Hartwich

, 19.08.2008

Nach eigenen Angaben sollte sich die 49-Jährige um den Nachlass einer Cousine ihres Vaters kümmern. Das Erbe umfasste unter anderem zwei Häuser samt Grundstücken. Mit dem Erlös von rund 500.000 Euro will die Angeklagte Schulden getilgt und einen Großteil an der Börse verspielt haben. Ihrer Familie überwies sie lediglich knapp 140.000 Euro. Hintergrund der Tat ist offenbar eine Mischung aus chaotischer Kanzleiführung und spekulativen Beteiligungen an Immobiliengeschäften. Die Angeklagte musste immer wieder finanzielle Löcher stopfen, benutzte dafür auch Mandantengelder. Im vergangenen war damit dann jedoch endgültig Schluss. Der Dortmunder Anwältin wurde die Zulassung entzogen. Im Prozess vor der 39. Strafkammer legte sie am Dienstag ein Geständnis ab. Die Schulden will sie angeblich bezahlen. Wörtlich sagte die 49-Jährige: „Ich bin noch nie einen Cent schuldig geblieben – und so soll es auch bleiben.“ 

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