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Aufstieg in den Adelsstand - bis Aschermittwoch

11.12.2007

5 vor 5 in Dortmund. Jeden Mittwoch porträtieren wir Menschen unserer Stadt.

Er sagt: "Ich freue mich auf den Karneval, das macht Spaß."

Sie sagt: "Ich habe mir das schon so lange vorgestellt, einmal Prinzessin zu sein."

Er heißt Henrik Spiske, ist 12, wohnt in Holzwickede und spielt beim Fanfarencorps Dortmund-Wickede.

Sie heißt Eileen Schlegel, 13, wohnt in Brackel, geht zur Europaschule und tanzt bei der Deutschen Bühne.

Bis zum Frühjahr dieses Jahres waren sie sich nicht einmal über den Weg gelaufen. Lebten ihr Leben wie Teenies das nun mal so tun. Jetzt und bis zum 6. Februar, dem Aschermittwoch, müssen sie wie aus einem Guss wirken. Sind verbunden in einer Schicksals-Gemeinschaft: Henrik I. und Eileen I, Dortmunds Kinderprinzenpaar.

Diesen Nachmittag, um fünf vor Fünf, treffen sie sich in der Wohnung von Eileens Eltern. Extra für den Reporter. Denn sonst würde Henrik um diese Zeit entweder bei der Übungsstunde des Fanfarencorps sein oder etwas abhängen. Eileen hätte noch Hausaufgaben zu erledigen oder die Glotze an.

Ganz normale Jugendliche, die seit dem 11.11. im Rampenlicht stehen. "Bei der Proklamation war ich ganz schön nervös", bekennt Henrik. Er bekämpft sein Lampenfieber mit dem ein oder anderen coolen Spruch. Eileen gibbelt viel, ist aber eigentlich souveräner.

Beide beteuern, dass ihnen der ganze Rummel um Karneval Spaß macht. Man ist geneigt, es zu glauben. Zumal Henrik noch nachschiebt: "Der große Rosenmontagsumzug könnte aufregend werden."

Eileen denkt schon weiter: "Die große Prinzessin zu sein fänd' ich toll." Aber Aschermittwoch ist erst mal alles vorbei. Jörg Heckenkamp

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