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Aus „Karos Erpel“ wird „Markos Erpel“

Schnelle Nachfolge

In Hörde dreht sich das Kneipen-Roulette gerade in hohem Tempo. Gerade noch äußerten viele ihr Bedauern über das Ende von „Karos Erpel“ an der Gildenstraße. Jetzt kommt schon wieder neues Leben in die Räume. Aus „Karos Erpel“ wird „Markos Erpel“. Die Geschichte dahinter ist ungewöhnlich.

HÖRDE

von Von Felix Guth

, 01.09.2017
Aus „Karos Erpel“ wird „Markos Erpel“

Marko Martic ist der neue Pächter in der Hörder Gaststätte „Karos Erpel“.Foto: Andreas Klinke

Bis Ende Juli war Marko Martic noch regelmäßiger Gast im „Erpel“. Ab heute wird er hinter dem Tresen stehen. Er ist Teil der Dart-Mannschaft „Karos Ducktales“, die sich hier an der Gildenstraße vor einigen Jahren gegründet hatte. „Das darf nicht sterben“, habe er nur gedacht, als die bisherigen Betreiber Anfang August das Aus verkündeten.

Also wird Martic im Alter von 50 Jahren zum ersten Mal Wirt. Kurz entschlossen, aber doch mit überschaubarem Risiko, weil seine Frau Andrea zwar mithelfen will, aber ansonsten ihrem regulären Beruf nachgehen wird. Der Kreis an Stammkunden ist groß und laut Familie Martic sind viele dankbar, dass es weitergeht. Die bisherige Wirtin wird die Neueinsteiger in den ersten Wochen unterstützen.

Fußball-Bundesliga und Dartscheiben

„Markos Erpel“ wird bewährtes bieten: ehrliches Pils, Bundesliga-Fußball. Und ein Herz für Dart-Mannschaften. „Alle bisherigen Teams sind geblieben. Und es gibt immer mehr in Dortmund. Neue sind bei uns immer willkommen“, sagt Andrea Martic. Was früher die Kegelbahnen waren, sind heute die Dartscheiben. Der britische Kneipensport ist über die Show und das Fernsehen populär geworden, in Dortmund gibt es einen sehr regen Liga-Betrieb, von dem viele Kneipen-Wirte leben.

In der Hörder Gastronomie-Sphäre war zuletzt viel in Bewegung. Erst Anfang dieser Woche hat sich die Nachfolger-Frage im „Treppchen“ an der Faßstraße geklärt. Hier hatten sich die Betreiber des Restaurants „Die Neue Ess-Klasse“ zurückgezogen. Nun wechseln Oliver Schwanke und Daniela Heller aus dem „Landhaus Berkenberg“ am Gevelsberger Golfclub Gut Berge zurück in ihre Heimatstadt, wo sie bis 2015 das Restaurant „Dimberger Glocke“ in Kirchhörde betrieben.

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