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Autovermietung Mork gibt die Selbstständigkeit auf

Firma 1950 gegründet

Wenn sie den Namen "Mork" hören, haben viele Dortmunder direkt eine Erkennungsmelodie im Ohr: "Mork, Mork". Die langjährige Radiowerbung der gleichnamigen Dortmunder Autovermietung hat offenbar funktioniert. Doch die Melodie verschwindet ebenso wie der Firmenname - der Autovermieter gibt die Selbstständigkeit auf. Wir erklären, wie es jetzt weitergeht.

DORTMUND

, 05.10.2016
Autovermietung Mork gibt die Selbstständigkeit auf

Die Firma Mork gehört zu Dortmund wie das Konzerthaus. Daher steht im Hof der Autovermietung nicht nur ein großes grün-gelbes Mork-Nashorn – Chef Ulrich Mork hat auch ein kleines Exemplar angeschafft (r.). Und nun eben ein Starcar-Nashorn (l.), denn Mork ist künftig eine Filiale der Hamburger Gruppe.

Ab 1. Januar 2017 zählt der traditionsreiche Autovermieter "Mork" zur Hamburger Starcar-Gruppe. Der Standort immerhin bleibt bestehen. Im Autovermietungsgeschäft ist es wie in so vielen Branchen: Kleine und mittelständische Firmen haben es schwer – wenige große Unternehmen dominieren. In der Branche der Autovermieter heißen die Platzhirsche Sixt, Europcar, Hertz oder Avis.

Mit 50, 60 Fahrzeugen ist die 1950 gegründete Firma Mork dagegen ein eher kleiner Fisch. Die letzten Jahre seien wirtschaftlich zwar in Ordnung gewesen, sagt Ulrich Mork (47), in dritter Generation Geschäftsführer des Familienbetriebs. Allein habe man auf dem Markt aber „keine Chance“ mehr: „Wir treten auf der Stelle.“ Ständig neue Autos zu leasen, vielfältige Modelle, auch Elektroautos anzubieten, Marketing – all das sei sehr kapitalintensiv.

Daher, sagt Mork, „war die Zeit einfach reif, um neue Wege zu gehen“. Diese führen seinen Betrieb unter das Dach der Hamburger Starcar-Gruppe: Sie gehört mit 30 Filialen und einer Flotte von circa 3000 Fahrzeugen zu den Top zehn der Branche.

"Genau den richtigen Partner gefunden"

Er habe schon seit fünf Jahren Kontakte zu Starcar gehabt und im Bereich Fahrzeuganmietung kooperiert, sagt Mork. Er habe hier „genau den richtigen Partner“ gefunden. Bei Starcar, so Geschäftsführer Tobias Höpfner, freue man sich, „gemeinsam den Standort Dortmund zu betreiben und ihn weiter auszubauen“. Mork an der Blücherstraße in der Nordstadt ist künftig eine Starcar-Filiale, Mork Niederlassungsleiter.

Klar, sagt Mork: Dass die traditionsreiche Marke verschwindet, sehe er mit einem weinenden Auge. Mit einem lachenden Auge sehe er hingegen, dass der Betrieb erhalten bleibt. Und: „Ich bin richtig stolz darauf, dass alle übernommen werden.“ „Alle“, das sind zwei Mitarbeiter, zwei Auszubildende sowie mehrere Aushilfen.

Starcar, sagt Höpfner, wolle die Flotte an der Blücherstraße auf 100 bis 130 Fahrzeuge aufstocken. „Starcar bietet seinen Kunden neueste Mietwagen zu Discountpreisen“, so Höpfner. Neben herkömmlichen Pkw, Transportern und Lkw sollen in der Dortmunder Filiale auch Modelle von Nobelmarken wie Maserati und Jaguar bereitstehen, zudem Hybridfahrzeuge und Elektroautos.

Die grün-gelbe Mork-Hausfarbe werde im Laufe des nächsten Jahres verschwinden, sagt Ulrich Mork – und durch Starcar-Schwarz-Gelb ersetzt. „Blau-weiß hätte ich auch nicht akzeptiert“, sagt Mork. 

Die 1950 gegründete Firma Mork hatte zu Hochzeiten 850 Fahrzeuge. Ulrich Mork übernahm 1998 das Geschäft von seinem Vater Dietrich. Ulrich investierte rund zwei Millionen Euro in einen Neubau im Gewerbegebiet Wickede-Süd. Doch das Geschäft dort scheiterte, die Firma ging insolvent. Dietrich Mork gründete den Betrieb 2003 auf seinen Namen neu, Geschäftsführer wurde später Ulrich Mork.

 

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