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BMW- und Mercedes-Fahrer rasen durch City und beleidigen Polizisten

Polizei stoppt Rennen auf Wall

80 km/h schnell sind ein BMW- und Mercedes-Fahrer am Montagabend über den Königswall gerast. Polizisten bekamen mit, wie die 19 und 26 Jahre alten Fahrer ihr Rennen starteten - und fuhren mit Blaulicht und Martinshorn hinterher. Als die Polizei die Raser an einer roten Ampel stoppte, verlor der 19-Jährige die Beherrschung. 

DORTMUND

06.03.2018
BMW- und Mercedes-Fahrer rasen durch City und beleidigen Polizisten

Die Polizei Dortmund stoppte am Montagabend zwei Raser auf dem Wall, die sich ein Rennen geliefert hatten.  © dpa

Gegen 21 Uhr am Montagabend fielen Polizeibeamten zwei Fahrer in ihren Autos auf, die sich mutmaßlich durch Gesten und Blicke zu einem Straßenrennen verabredeten. Kurz vor der Ampel Königswall / Bahnhofstraße hupte einer der Fahrer, zeitgleich beschleunigten beide ihre Autos sehr stark. Auch die Polizisten drückten mit ihrem Streifenwagen aufs Tempo. Sie fuhren bis zu 80 km/h schnell, der Abstand zum BMW und zum Mercedes wurde jedoch größer. 

19-jähriger Raser wollte Polizisten "aufs Maul" hauen

An der Kreuzung Königswall / Brinkhoffstraße bremsten die beiden Fahrer an einer roten Ampel abrupt ab. Die Polizisten forderten beide auf, an den rechten Fahrbahnrand zu fahren und Personal- und Fahrzeugpapiere auszuhändigen. Mit dem Einschreiten der "Rennleitung" schienen die 19- und 26-jährigen Männer allerdings nicht sehr glücklich zu sein: Nach Angaben der Polizei äußerten sich beide mehrfach ihren Missmut – "meist in unangemessener, respektloser und aggressiver Weise, teilweise in einer anderen Sprache".

Der 19-Jährige ging laut Polizei auf die Beamten zu und drohte mit den Fäusten sowie mit Unterstützung durch andere Männer. Der Raser sagte zudem, er wolle die Beamten "fertig" machen, und diese würden richtig "aufs Maul" bekommen. Zur Unterstützung des 19-Jährigen erschien sein Vater am Einsatzort, der sich laut Polizei aber ebenso wenig mit den Maßnahmen der Polizei abfinden konnte oder wollte. Weitere verdächtige Personen seien langsam an der Kontrollstelle vorbeigefahren und hätten die Beamten beobachtet. 

Nach Rennen erhielten Raser Platzverweise und Anzeigen

Nach Erteilung eines Platzverweises mussten die beiden Dortmunder – die laut Polizei angaben, sich nicht zu kennen – die Dortmunder Innenstadt verlassen. Die Polizei ermittelt nun wegen eines "Aggressionsdelikts" im Straßenverkehr, Bedrohung und Beleidigung gegen sie. Über die Eignung der Männer zum Führen von Kraftfahrzeugen entscheidet laut Polizei das Straßenverkehrsamt, das einen Bericht zur Überprüfung erhalten werde.

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