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Bankenstreik "ohne nennenswerte Einschränkungen"

Commerzbank und Deutsche Bank

Bankenstreik in Dortmund: Die Gewerkschaft Verdi hat am Dienstag die Beschäftigten der Deutschen Bank und Commerzbank zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen. 500 bis 600 Mitarbeiter folgten dem Aufruf. Die Kunden dürften davon jedoch kaum etwas gemerkt haben.

DORTMUND

von Von Bettina Kiwitt

, 05.06.2012

 Die Hauptstellen und Filialen beider Geldinstitute arbeiten nach eigenen Angaben "ohne nennenswerte Einschränkungen".    An der Commerzbank-Hauptstelle an der Kampstraße verkündet zwar ein Schild, dass es keinen Geschäftsbetrieb und keinen Kassenbetrieb gebe, aber die Kunden können durchaus die Bank betreten und werden dann auch bedient. Vor der Hauptstelle findet auch noch bis etwa 13.30 Uhr die Kundgebung statt, bei der auch die Verhandlungsführerin Beate Mensch vom Verdi-Bundesvorstand spricht. 

Allerdings ist die Hauptstelle der Commerzbank heute von 13 bis 14 Uhr geschlossen, alle Filialen haben in diesem Zeitraum immer ihre Mittagspause, die Hauptstelle allerdings normalerweise nicht. Bei der Deutschen Bank läuft nach Angaben einer Sprecherin alles wie gewohnt für die Kunden. Der heimische Gewerkschaftssekretär Roman Eberle schätzt, dass etwa 800 Beschäftigte für die Commerzbank in Dortmund arbeiten, für die Deutsche Bank höchstens 200 Beschäftigte.

Mit dem Tagesstreik will die Gewerkschaft Druck auf die Arbeitgeber bei den Tarifverhandlungen ausüben. Am Mittwoch findet die – möglicherweise entscheidende – vierte Tarifverhandlung zwischen ver.di und den Bankarbeitgebern in Wiesbaden statt. Seit Anfang März wird in der Branche verhandelt, bisher ohne Erfolg.    

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