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Bankräuber muss Namen korrigieren

Landgericht Dortmund

DORTMUND Überraschung im Dortmunder Prozess um zwei filmreife Banküberfälle. Einer der drei Angeklagten (18-25) musste am Montag seinen Namen korrigieren. Hintergrund sind Ermittlungen einer Sonderkommission der Kripo Essen.

23.08.2010

Danach scheint es plötzlich möglich zu sein, dass die drei jungen Männer zu einer internationalen Profi-Bande gehören. Neuer Name, neues Geburtsdatum, neue Adresse: Alles, was einer der Angeklagten im Prozess vor dem Dortmunder Landgericht bislang zu seinen persönlichen Verhältnissen erzählt hat, war falsch. Ein Fax aus Essen hatte die Wendung gebracht.

Die dortige Kripo hatte sich am vergangenen Freitag an den Vorsitzenden der 31. Dortmunder Strafkammer gewandt und neue Ermittlungsergebnisse weitergeleitet. In Essen hat es bereits mehrere große Verfahren gegen Bankräuber aus Weißrussland gegeben. Dabei sind die dortigen Angeklagten zum Teil zu langjährigen Haftstrafen verurteilt worden. Auch die Verteidigung zeigte sich am Montag überrascht. Nach einer kurzen Besprechungspause wurden die neuen Personalien jedoch kleinlaut bestätigt. Auf die Frage des Gerichts, warum der Angeklagte bislang gelogen hat, gab es jedoch keine Antwort. Im Prozess geht es um zwei Überfälle auf die Sparkassen-Filiale an der Schulte-Holthaus-Straße in Marten am 2. November 2009 und am 26. Januar 2010. Die Beute soll sich insgesamt auf rund 32 000 Euro belaufen haben.

Die Angeklagten waren nach einer lebensgefährlichen Verfolgungsjagd über die A2 gestellt worden. Der Haupttäter hatte während der Fahrt bündelweise Geld aus dem Fenster geworfen. Die Szenen waren damals von einem Polizei-Hubschrauber gefilmt und am Montag im Gericht abgespielt worden.

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