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Batterie-Probleme bei implantierten Defibrillatoren

St.-Johannes-Hospital informiert Patienten

Rund 300 Patienten des St.-Johannes-Hospitals und eine handvoll Patienten des Knappschaftskrankenhauses in Brackel sind aufgerufen, die Batterien in ihren implantierten Defibrillatoren (ICDs und CRT-Ds) überprüfen zu lassen. Denn bei einigen wenigen Modellen des Herstellers St. Jude Medical, die zwischen den Jahren 2010 und 2016 implantiert wurden, könnten sich die Batterien vorzeitig entleeren.

DORTMUND

, 14.10.2016

Das kann für die Patienten lebensgefährlich sein, da die Geräte den Rhythmus und damit die Pumpfunktion des Herzens aufrechthalten. Bei der Rückrufaktion handelt es sich um sogenannte ICD- und CRT-D-Implantate. Der ICD  gibt immer dann Impulse ab, wenn das Herz gefährlich aus dem Takt gerät und schützt vor dem plötzlichen Herztod.

Ein CRT-D-Gerät trägt außerdem durch die Stimulation beider Herzkammern dazu bei, einen normalen, koordinierten Herzrhythmus wiederherzustellen, etwa bei Menschen mit Herzschwäche. Betroffen sind Geräte, die vor dem 23. Mai 2015 hergestellt wurden. Das Implantat vibriert als Warnhinweis, wenn sich eine Batterie entleert.

Normalerweise ist dann bis zu drei Monate Zeit, die Batterie wechseln zu lassen. Aufgrund von Lithiumablagerungen sei es jedoch möglich, dass bei 0,21 Prozent der rund 28.000 in Deutschland implantierten Geräte, schon nach 24 Stunden keine Impulse mehr abgegeben werden, warnt St. Jude Medical Ärzte und Patienten.

Patienten sollen sich melden

Das St.-Johannes-Hospital bittet seine betroffenen Patienten, sich entweder bei ihrem niedergelassenen Kardiologen oder im St.-Johannes-Hospital unter Telefon 0231/184335100, montags bis freitags von 8 bis 16.30 Uhr, zu melden, um den Batteriestatus kontrollieren zu lassen und Sicherheitsrisiken auszuschließen.

„Alle Patienten, bei denen ein solcher Defibrillator im St.-Johannes-Hospital implantiert wurde, werden gezielt angeschrieben“, versichert Pressesprecherin Gudula Stroetzel. Im Joho liegt auch eine Liste der betroffenen Patienten vor. Das Knappschaftskrankenhaus, so die stellvertretende Pressesprecherin Susanne Janecke sei vom Hersteller bislang nur mündlich informiert worden. „Sobald wir die schriftliche Mitteilung haben, werden wir die wenigen Patienten persönlich informieren und einbestellen.“

Im St-Josefs-Hospital in Hörde und im Katholischen Krankenhaus Dortmund-West sind die betroffenen Herzschrittmacher-Modelle nicht implantiert worden, teilte Thomas Tiemann, Geschäftsführer der Lukas-Gesellschaft mit, zu der die Krankenhäuser gehören.

Auch im Klinikum Dortmund seien seit mehreren Jahren keine Implantate von St. Jude Medical implantiert worden, ließ das Krankenhaus wissen. Genauere Angaben waren gestern von dort nicht zu bekommen. Um sicherzugehen, kann man auf der Internetseite des Herstellers die im Implantatpass eingetragene Modellnummer eingeben.

Jetzt lesen

Die Pressemitteilung des Herstellers ist online unter einsehbar.  geht es zur Pressemeldung des St.-Johannes-Hospitals.

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