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Bei Fitness First sollen Mitarbeiter freigestellt worden sein

Unmut bei Kunden

Im Fitnessstudio Fitness First in der City soll es "Unregelmäßigkeiten" gegeben haben. Mitarbeiter sollen in die Kasse gegriffen haben. Was genau passiert ist, dazu hält man sich bei Fitness First bedeckt. Klar ist: Die Kunden sind zunehmend verärgert.

DORTMUND

, 14.02.2017
Bei Fitness First sollen Mitarbeiter freigestellt worden sein

Hoch oben über Karstadt Sports befinden sich die Räumlichkeiten von Fitness First. Dort rumort es derzeit.

In Dortmund gibt es zig Fitnessstudios, die sich durch Lage, Leistung, Preis unterscheiden. Fitness First befindet sich in guter Lage, über Karstadt Sports – man rackert sich mit Blick auf Reinoldikirche und Hansaplatz ab. Viele Kunden zahlen jedoch auch 50 Euro aufwärts im Monat. Insofern ist es verständlich, dass mancher zunehmend Unmut verspürt. Denn das, was bei Fitness First passiert ist, wirkt sich auf die Leistungen und teils auch auf die Öffnungszeiten des Clubs aus.

Nach Informationen unserer Redaktion sollen Mitarbeiter des Fitnessstudios in die Kasse gegriffen haben. Das Studio ist eine von bundesweit rund 80 Filialen der Fitness First Germany GmbH mit Sitz in Frankfurt. Von dort bestätigt Sprecherin Julia Lehmann, dass die Zentrale über „vermeintliche Unregelmäßigkeiten im Club Dortmund informiert“ wurde: „Wir gehen diesen Vorwürfen nach und kümmern uns gegenwärtig um eine umfassende Aufklärung.“

Mitglieder bestätigen gegenüber der Redaktion, dass mehrere, womöglich gar alle festangestellten Mitarbeiter freigestellt worden seien. Darunter auch der Betriebsrat. Es sollen Hausverbote erteilt worden sein. 

Fitness First hält sich bedeckt

Die Fragen danach, ob, wie viele und welche Mitarbeiter freigestellt wurden, und was ihnen vorgeworfen wird, beantwortet Sprecherin Julia Lehmann nicht: „Aus Fürsorgepflicht unseren Mitarbeitern und Mitgliedern gegenüber, sowie um etwaige Ermittlungen nicht zu beeinträchtigen, geben wir keine weiteren Erklärungen ab.“ Ob in „etwaige Ermittlungen“ die Staatsanwaltschaft eingebunden ist, lässt die Sprecherin offen. Bei der Staatsanwaltschaft Dortmund war bis Montag kein entsprechender Vorgang bekannt.

Was mehrere Kunden bestätigen, ist: Seit vorvergangenem Samstag (4.2.), an dem es nachmittags eine Personalversammlung gab, besteht das Personal vielfach aus Kräften, die vorher nicht da waren. Eine Kundin berichtete der Redaktion von Gesprächen mit aus anderen Filialen herbeigeorderten Mitarbeitern. „Wir retten hier gerade den Club“, habe eine Mitarbeiterin gesagt. Auf die Frage, was denn überhaupt los sei im Club, habe eine Mitarbeiterin gesagt: „Das ist eine interne Angelegenheit.“

Keine individuellen Termine

Intern hin, intern her: Die Mitglieder sehen, dass plötzlich Sicherheitsleute im gerade am Wochenende gut besuchten Club Dienst schieben – und, dass Personal fehlt. Auf der Trainingsfläche. Für die Kinderbetreuung. Bis auf Weiteres, sagen Mitglieder, könne man keine individuellen Termine mit einem Trainer vereinbaren. Es könne „punktuell zu Einschränkungen im Serviceangebot kommen“, sagt zu alledem die Fitness-First-Sprecherin.

Am vorvergangenen Samstag öffnete das Studio später als üblich. Kunden standen um 10 Uhr für ihren Kurs vor der Tür und mussten warten. „Die Kunden haben sich sehr geärgert“, sagt eine Frau, die dabei war. Am Sonntag (12. 2.) schloss das Studio nachmittags, statt um 20 Uhr.

"Länger nichts investiert"

Ein Hinweiszettel außen fehlte, „wir standen da wie Falschgeld“, sagte ein Mitglied der Redaktion. Er und andere bemängeln, dass im Studio „länger nichts investiert“ worden sei, etwa in Duschen und Umkleiden. Dem Gerücht, der Club schließe 2018, entgegnet Fitness-First-Sprecherin Julia Lehmann: „Es gibt gegenwärtig keine Pläne, den Club 2018 zu schließen.“ Und im Moment gehe es nur um die „Sachverhaltsaufklärung“.

Zu Einschränkungen erhalten Mitglieder Infos am Empfang des Clubs an der Brauhausstraße 7 und unter Tel. 0231/533870. Zudem, so die Sprecherin, könnten Mitglieder sich an den Kundenservice der Zentrale wenden, (069) 40 80 16 555, und:

 

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