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Bikini-Raub - Sechs Monate Haft auf Bewährung

Amtsgericht Dortmund

DORTMUND Dieser Fall ist kurios: Vor sieben Monaten versuchte ein 52-jähriger Dortmunder einer Frau (49) auf offener Straße die Badetasche zu rauben – samt Bikini, Handtuch und Schlappen. Am Diesntag wurde er zu sechs Monaten Haft auf Bewährung verurteilt.

von Von Jörn Hartwich

, 03.08.2010

Die Tat passierte am Südbad, die Frau kam gerade vom Schwimmen. Der Angeklagte saß auf einer Mauer, sprang plötzlich auf, wollte die Tasche. „Gib mir die Tasche, die gehört mir, das ist meine Tasche“, schrie er wie von Sinnen, doch die 49-Jährige ließ nicht los. In die Ermittlungen hatte sich damals sogar ein Pfarrer eingeschaltet.

Der Angeklagte hatte nämlich frech behauptet, dass es sich um eine Verwechselung handele. Nicht er sei der Täter, sondern ein Herr Schmidt aus der Nachbarschaft. Die Polizei hatte sich daraufhin an den Pfarrer gewandt, der sich rund um die Unionstraße bestens auskennt. Und tatsächlich: Der Geistliche kannte einen Herrn Schmidt, hielt eine Verwechselung allerdings für ausgeschlossen. Der eine war schließlich klein, dick und glatzköpfig, der andere genau das Gegenteil. Auslöser des Raubversuchs war offenbar der Alkohol. Verteidiger Gerd Göckeler sprach von einem „traurigen Fall“. Der Angeklagte stehe morgens auf, trinke und falle abends wieder Bett.

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