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"Bin der richtige Mann für EDG-Posten"

Frank Hengstenberg

DORTMUND Frank Hengstenberg, Chef der Dortmunder CDU-Ratsfraktion, hat Filzvorwürfe und Koppelgeschäfte im Zusammenhang mit seinem geplanten Wechsel in die Chefetage der Stadttochter Dortmund Entsorgung GmbH (EDG) zurückgewiesen.

von Von Gaby Kolle

, 02.02.2010
"Bin der richtige Mann für EDG-Posten"

Frank Hengstenberg verteidigt seine Ambitionen auf den Posten des kaufmännischen EDG-Geschäftsführers.

Er sei für den Posten des kaufmännischen Geschäftsführers geeignet. Der 41-Jährige reagierte am Dienstag, noch am Tag des Exklusivberichts in den Ruhr Nachrichten auf Filzvorwürfe, die prompt auch von den Grünen im Rat sowie der Fraktion FDP/Bürgerliste folgten. Hengstenberg  bestätigte, er werde für eine Bewerbung bereitstehen, "Ich bin der festen Überzeugung, dass ich der richtige Mann bin." Entscheiden müsse aber der EDG-Aufsichtsrat. Aus dessen Reihen wurde Hengstenberg nach eigener Aussage von Arbeitnehmer-  wie Arbeitgeberseite angesprochen. 

Er erfülle wichtige Voraussetzungen für den Posten in einem kommunalen Unternehmen wie der EDG, erklärte Hengstenberg. Er sei regionalpolitisch verwurzelt, habe seit 15 Jahren im Rat, davon sieben Jahre als Fraktionsvorsitzender an der Entwicklung kommunaler Unternehmen mitgewirkt und beruflich als Diplomverwaltungswirt im Großkundenbetrieb auch die fachliche Qualifikation.   Problematisch werde es für ihn erst, so Hengstenberg, "wenn ausschließlich das Parteibuch über Posten entscheidet. Dann kann man über Filz reden". Die CDU habe es nie für falsch gehalten, "dass kommunale Selbstverwaltung sich auch aus der Politik rekrutiert". Die Stadt habe mit vielen Geschäftsführern, die ein Parteibuch ihr eigen nennen, gute Erfahrungen gemacht. "

Die CDU sei auch nicht die Partei gewesen, die immer "Ausschreibung, Ausschreibung" gerufen hätte, doch mit einer Auschreibung für seinen Wunschposten habe er kein Problem, meinte der Noch-CDU-Fraktionschef, der bei einem Wechsel zur EDG  auf sein Ratsmandat verzichten würde. Koppelgeschäfte, die mit der Stellenbesetzung verbunden sein könnten, verweist Hengstenberg ins Reich der Fabel. Die CDU trage die Entscheidung, Interimskämmerer Jörg Stüdemann (SPD) zum dauerhaften obersten Kassenwart zu machen, mit, weil sie ihn für geeignet halte. Dagegen werde man den Wunsch der SPD, Langemeyer-Intimus Reinold Plätz zum Personalamtschef zu machen, nicht mittragen.

Zur Frage, ob er der CDU und ihrem OB-Kandidaten mit seinem Wechsel zur EDG nicht im Wahlkampf schade, sagte Hengstenberg, er hielte es vielmehr "für ein schlechtes Zeichen, wenn die CDU nicht in der Lage wäre, Führungspersonal bereitzustellen". Die Fraktion FDP/Bürgerliste nahm Hengstenbergs Vorhaben mit "Verwunderung" zu Kenntnis. Vorsitzende Dr. Annette Littmann: "Das Ganze hat mehr als Geschmäckle." Der grüne Frakionschef Mario Krüger spricht von "Sauerei, was da abläuft. Auf der einen Seite ständig den rot-grünen Filz anzuprangern und sich dann derart versorgen zu lassen." 

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